Publisher Activision Blizzard (AB) machte letztes Jahr Schlagzeilen, leider nur nicht mit Spielen. Der Software-Gigant sah sich zahlreichen Belästigungsklagen von ehemaligen und aktuellen Mitarbeiterinnen ausgesetzt. Die finale Aufklärung der Fälle wird noch eine Weile dauern, jedoch ist nun eine Einigung mit der „Kommission für Chancengleichheit am Arbeitsplatz“ (EEOC) erzielt und in die Tat umgesetzt worden.
Streitbeilegung kostet Activision 18 Millionen US-Dollar
Die EEOC hat 2020 damit begonnen, MitarbeiterInnen von AB zu kontaktieren, nachdem die Kommission immer häufiger Vorwürfe wegen sexueller Belästigung erreichten. Im September 2021 reichte die Kommission dann Klage ein. Kurz darauf einigte man sich auf eine Summe von 18 Millionen US-Dollar, um den Streit beizulegen. Es dauerte aber weitere sieben Monate bis Activision den vereinbarten Fond in besagter Höhe angelegt hat. Er soll für Kompensation für Geschädigte von Belästigung und Diskriminierung sorgen. Des Weiteren wird er zur Verbesserung der nationalen Beratungsstellen für mentale Gesundheit eingesetzt und für Programme zur Prävention sexueller Belästigung. Damit ist der Fall, zumindest mit der EEOC, vorerst beigelegt.
Ob die 18 Millionen dem Unternehmen wirklich wehtun, ist zu bezweifeln. 2020 hat AB nämlich über acht Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht.
Ein weiterer Kläger ist das „Kalifornische Ministerium für faire Beschäftigung“ (DFEH), dass laut Pressesprecher Fahizah Alim den Prozess gegen das Unternehmen weiter vorantreiben will. Die gerichtlichen Verhandlungen sind für 2023 angesetzt.