Die Kreisligamannschaft des DJK Hehn 1958 hat Kevin Großkreutz einen Job angeboten. Mit einem Augenzwinkern umwarb der Klub aus der Kreisliga B1 in Möchengladbach-Viersen den Weltmeister von 2014.

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Mit neuen Fußballschuhen, 60 Euro und Essen nach dem Spiel lockte der Verein Großkreutz. Spritgeld gebe es aber nicht, und Trikot-Waschen koste 2 Euro. Scherzhaft gingen die Hehner auch mit den Verfehlungen Großkreutz‘ beim VfB Stuttgart um.

„Bei uns wirst du nicht verurteilt, nur weil du bis früh morgens feiern gehst und Alkohol trinkst. In Hehn nennen wir das Kirmes“, heißt es in dem Post. Nach einer Party-Nacht, in der Großkreutz krankenhausreif geprügelt wurde, hatten sich der VfB Stuttgart und der Verteidiger einvernehmlich getrennt.

Gleichzeitig zollte der Klub dem 28-jährigen aber ehrlichen Respekt für sein Verhalten: „Was du fußballerisch geleistet hast und die Werte, die du vertrittst und die Art und Weise, wie du es machst, sind beeindruckender und authentischer als jede DFB-/FIFA-/ oder UEFA-Kampagne.“

Dass Großkreutz das Angebot annimmt, ist wohl unwahrscheinlich, auch wenn der „Dortmunder Jung“ lediglich eine Auszeit vom Profifußball ankündigte. Eine nette Geste bleibt es trotzdem.

Tobias Kurz, Jahrgang 1997, arbeitet zurzeit an seinem Bachelor in Journalistik an der Hochschule Hannover. Praktische Erfahrung sammelte er parallel in der Sportredaktion des Westfälischen Anzeiger und...