Martin Schindler hat die Sensation denkbar knapp verpasst.

Die deutsche Nummer zwei unterlag Michael van Gerwen im Achtelfinale der Belgian Darts Open im Last-Leg-Decider mit 5:6. Schindler verlor nach einem starken Auftritt in der Schlussphase des Matches die Nerven.

Nachdem MvG einen Match-Dart vergeben hatte, verpasste „The Wall“ bei nur noch 65 Punkten Rest gleich zweimal das große Feld, um sich ein Doppel für einen eigenen Match-Dart zu stellen. Van Gerwen bedankte sich für die verpasste Chance und nutze seinen zweiten Match-Dart zum Sieg.

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Im Viertelfinale trifft MvG nach seinem Zittersieg nun auf Gary Anderson.

Schindler verlangt MvG alles ab

„The Wall“ startete gleich sehr stark ins Match. Nachdem er seinen Anwurf durchgebracht hatte, holte er sich gleich im zweiten Leg das erste Break und ging mit 2:0 in Führung.

Im dritten Leg verpasste Schindler dann die Chance, auf 3:0 davonzuziehen. Nach zwei Treffern in die Triple-20 warf er hauchdünn an der Doppel-15 und einem 150er-Finish vorbei. Van Gerwen holte sich danach das Re-Break und anschließend beim Stand von 3:3 dann das nächste Break zur 4:3-Führung.

Doch Schindler zeigte sich davon wenig beeindruckt, checkte das Shanghai-Finish und holte sich das Re-Break zum 4:4. Danach hielten beide Spieler ihren Anwurf und so kam es zum dramatischen Entscheidungs-Leg.

Dieses begann „The Wall“ perfekt mit der 180, doch dann machten ihm in der Schlussphase dramatisch seine Nerven einen Strich durch die Rechnung.

Clemens verpasst Chance gegen Smith

Ebenfalls im Achtelfinale scheiterte Gabriel Clemens.

Die deutsche Nummer eins spielte gegen den Weltmeister Michael Smith ein starkes Match, verpasste in der entscheidenden Phase aber zu viele Chancen und unterlag so mit 4:6.

Clemens startete durchwachsen ins Match und lag so zunächst 0:3 und 1:4 zurück, doch dann steigerte er sich stark und glich zum 4:4 aus.

Als es danach so aussah, dass der „German Giant“ das Spiel komplett drehen könnte, drehte Smith wieder auf. In Leg neun checkte er 81-Punkte unter Druck auf Bull zum 5:4. Im zehnten Leg profitierte der „Bully-Boy“ dann von Gabriel Clemens Fehlern: Gleich fünf Darts verpasste er auf das Doppel und so beendete Smith mit seinem ersten Match-Dart das Spiel zum 6:4-Erfolg.

Im Viertelfinale trifft er nun auf Josh Rock, der den zuletzt sehr formstarken Dave Chisnall mit 6:4 schlug.

Die Spiele des Achtelfinals in der Übersicht:

  • Luke Humphries – Andy Baetens 6:5
  • Nathan Aspinall – Danny Noppert 6:4
  • Damon Heta – Jonny Clayton 3:6
  • Dirk van Duijvenbode – Matt Campbell 6:3
  • Dave Chisnall – Josh Rock 4:6
  • Michael Smith – Gabriel Clemens 6:4
  • Michael van Gerwen – Martin Schindler 6:5
  • Rob Cross – Gary Anderson 2:6