Am Rande der Europaspiele in Minsk haben Mitglieder der deutschen Mannschaft um Delegationsleiterin Uschi Schmitz am Sonntag die Gedenkstätte Chatyn nordöstlich der weißrussichen Hauptstadt besucht und im Namen von „Team D“ und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) einen Kranz niedergelegt.

An der Gedenkstätte stand einst ein Dorf, das von den deutschen Besatzern im Zweiten Weltkrieg zerstört und dessen Bevölkerung ermordet wurde.

„Der Besuch in Chatyn und der gemeinsame Moment des Gedenkens an diesem Ort des Grauens im Kreis der Mannschaft ist uns ein besonderes Anliegen. Denn der völkerverbindende Geist des Sports wird besonders deutlich, wenn man sich die Geschichte bewusst macht“, sagte Schmitz.

Chatyn steht symbolisch für Hunderte zerstörter Dörfer und die insgesamt mehr als 2,3 Millionen Menschen, etwa ein Drittel der damaligen Bevölkerung von Belarus, die als Opfer des Nazi-Terrors den Tod fanden.