Titelverteidiger Chris Froome ist wohl nicht mehr zu gefährden, aber um die Podiumsplätze in Paris sollte auf der 19. Etappe ein heißer Kampf entbrennen.
Das 146 Kilometer lange Teilstück von der Olympiastadt Albertville in das Mont-Blanc-Massiv nach Saint-Gervais bietet das ideale Terrain, um wirkungsvolle Angriffe zu setzen.
Die 103. Tour de France verlangt den Fahrern alles ab: Vier Bergankünfte und sieben Anstiege der Goldkategorie stehen an, dazu ein Bergzeitfahren. Alle Etappen im Profil.
Es ist wahrscheinlich der schwierigste Alpen-Abschnitt mit einem Berg der zweiten Kategorie, zweien der ersten und einem der Sonderkategorie. Das Peloton wird so kurz vor dem Ende der 103. Tour de France noch einmal richtig leiden. Darunter ist mit dem Montée de Bisanne ein Anstieg, der nicht den mythischen Ruf hat wie etwa der Col du Galibier, aber einen echten Scharfrichter darstellt.
Über 12,4 Kilometer geht es im Schnitt mit 8,2 Prozent Steigung bergauf. Vom Gipfel führt der Weg mehr oder weniger stetig abwärts direkt an den Fuß des Schlussanstieges. Nach weiteren 9,8 Kilometern Kletterei bei acht Prozent Steigung wird die vierte und letzte Bergankunft der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt erreicht.
Die letzte Etappe wird zur Triumphfahrt für Chris Froome. Der Brite gönnt sich einige Schlückchen Alkohol. Ein Deutscher jubelt in Paris. SPORT1 zeigt die besten Bilder.
In Albertville ist die Große Schleife erst zum dritten Mal zu Besuch. Die einzige Tour-Zielankunft in der Olympia-Gastgeberstadt von 1992 gewann Jan Ullrich im Jahr 1998. Saint-Gervais empfing das wichtigste Radrennen der Welt bisher zweimal. 1990 wurde hier Uwe Ampler Etappenzweiter.