Der Biathlon-Nachwuchs bleibt bei der Jugend- und Junioren-WM 2023 im kasachischen Schtschutschinsk in der Erfolgsspur.
Die Junioren-Staffel lief über 4×7,5 Kilometer zu Silber und musste sich lediglich Norwegen geschlagen geben. Damit holten Franz Schaser, Fabian Kaskel, Benjamin Menz und Hans Koellner die achte Medaille für das deutsche Team.
Vorausgegangen war diesem neuerlichen DSV-Erfolg ein harter Zweikampf zwischen dem deutschen Quartett und Norwegen, in dem beide Teams mit Rückschlägen zu kämpfen hatten. Während Schaser mit 50 Sekunden Rückstand auf Platz eins übergab, hatte Norwegens Einar Hedegart an Position zwei mit dem Schießen zu kämpfen. Drei Strafrunden ließen die Skandinavier bis auf Rang sechs zurückfallen.
Doch sowohl Deutschland als auch Norwegen erholten sich davon. Das DSV-Team lag zur Halbzeit sogar in Führung. Die Entscheidung fiel nach dem letzten Schießen. Dort musste Norwegens Isak Frey, der mit vollem Risiko durch das Stehendschießen flog, einmal in die Strafrunde – während Deutschlands Schlussläufer Koellner drei Nachlader benötigte.
Auf der letzten Runde hatte der Norweger dann jedoch noch mehr Reserven. „Es war wirklich aufregend, ich bin bis zum letzten Schießen etwas von hinten gekommen und als ich in die Strafrunde kam, dachte ich, es wäre vorbei“, beschrieb Frey die Situation und fügte hinzu: „Auf dem letzten Anstieg habe ich gesehen, dass er (Koellner, Anm. d. Red.) müde war, und ich habe einen letzten Schubser gemacht und dann habe ich ihn im Sprint gepackt.“
Am Ende kam Koellner mit 8,9 Sekunden Rückstand an Position zwei ins Ziel. Komplettiert wurde das Podium von Italien, das das Rennen mit 1:08.3 Minuten Rückstand auf Norwegen beendete.
Für Menz war es nach seiner Goldmedaille im Einzel bereits das zweite Edelmetall bei diesen Titelkämpfen.