Die erste Saison von Noussair Mazraoui beim FC Bayern gleicht einer Achterbahnfahrt mit vielen Höhen und Tiefen – nun scheint es für den Marokkaner auch unter Thomas Tuchel aber wieder bergauf zu gehen.
Nachdem Mazraoui zu Beginn der Saison mit Anpassungsproblemen zu kämpfen hatte und kaum zum Einsatz gekommen war, wurde der rechte Außenverteidiger im Herbst immer häufiger berücksichtigt, ehe der 25-Jährige bei der Weltmeisterschaft in Katar für Marokko groß aufspielte.
Doch der Saisonhöhepunkt war für Mazraoui zugleich ein gewaltiger Rückschlag, weil er nach der WM wegen einer Herzbeutelentzündung rund zwei Monate lang ausfiel.
Anfang März war der Abwehrspieler dann zwar wieder einsatzbereit, brummte aber zumeist auf der Bank – und auch nach dem Trainerwechsel von Julian Nagelsmann zu Tuchel stellte sich zunächst keine Besserung ein.
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Davies‘ Pech ist Mazraouis Glück
Nun indes hat sich das Blatt erneut gewendet: Weil sich Alphonso Davies bei der 1:3-Pleite in Mainz früh eine Muskelbündelverletzung zugezogen hatte, bekam Mazraoui seine Chance. Und die wusste der Afrikaner zu nutzen.
Konkret: In den jüngsten beiden Bundesliga-Spielen – bei den Siegen gegen Hertha (2:0) und in Bremen (2:1) – rückte der Marokkaner wieder in die Startelf und überzeugte vor allem in der Vorwoche im Duell mit Werder, wo er den zweiten Treffer von Leroy Sané mustergültig mit einem herrlichen Pass in die Schnittstelle vorbereitet hatte.
Tuchel bezieht Stellung zu Mazraoui
„Nous hat es sehr gut in Bremen gemacht“, lobte Tuchel seinen Schützling am Freitag nun während der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Schalke, weshalb es durchaus eine Überraschung wäre, sollte Mazraoui nur auf der Bank sitzen (Sa., ab 15.30 Uhr im LIVETICKER).
Nachdem der 25-Jährige Ende April via Bild erklärt hatte, er fühle sich „vergessen“ und er dabei auch einen Wechsel im Sommer trotz Vertrags bis 2026 nicht ausgeschlossen hatte, ist der Marokkaner nun auch auf dem Radar von Tuchel angelangt.
Wie der Bayern-Coach das sieht? „Manchmal sind es die kleinen Fenster, die man nutzen muss. Jeder muss bereit sein“, so Tuchel.