Jedes Jahr das gleiche Lied. Frühes Aus in der Champions League, Enttäuschung auf allen Ebenen. Nun muss wieder so gut wie alles bei null beginnen. (Legenden freuen sich über PSG-Aus)
Noch nie seit 2004-2005 ist ein Trainer in seiner ersten Saison auf der Pariser Bank so früh sowohl in der Champions League als auch im nationalen Pokal gescheitert, beide Male im Achtelfinale. Was passiert mit Christophe Galtier? Dass er noch am Samstag in der Ligue1 in Brest auf der Bank sitzen wird, gilt als sicher. Auch nach der kommenden Länderspielpause wird er noch im Amt sein.
Dass er allerdings über den Sommer hinaus bleibt, scheint so gut wie ausgeschlossen, schließlich verlief die jüngste Entwicklung zu enttäuschend. Die PSG-Bosse mussten feststellen, dass ein solcher Weltklub nicht die Kragenweite des früheren Nizza-Trainers ist. Und nun? Der Name Zinedine Zidane kursiert wieder in Paris, doch auch Juventus buhlt um den früheren Superstar.
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PSG-Abgang von Messi und Ramos?
Die Baustellen im Kader sind riesig, angefangen mit Lionel Messi, der nicht verlängern soll. Viele Entscheider aus Doha sind von seinem Gesamt-Auftreten enttäuscht, weil er sich kaum mit PSG identifiziert und auch auf dem Rasen zu wenig investiert.
Sergio Ramos´ Vertrag läuft ebenso aus. Eine Weiterbeschäftigung des Spaniers wäre überraschend, auch weil Milan Skriniar zur neuen Saison von Inter Mailand in die französische Hauptstadt wechselt und Ramos die höchsten Ansprüche schon längere Zeit nicht mehr erfüllt. (TV-Bilder entlarven Ramos-Eklat in München)
Immerhin: Dass Kylian Mbappé trotz dieses weiteren Debakels auf europäischer Ebene in den nächsten Wochen die Segel streichen wird, ist ausgeschlossen.
Nun wollen die Verantwortlichen die Mannschaft um das Aushängeschild bauen. Nach der frühen Auswechslung von Kapitän Marquinhos in der Allianz-Arena streifte er bereits die Kapitänsbinde, die er spätestens ab der neuen Saison dauerhaft bekommen soll, über.
Damit die kommende Spielzeit nicht erneut in einem Fiasko endet, wird Mbappé den Bossen eine Liste mit seinen Wunschspielern präsentieren.
Und Neymar? Nach seiner Knöchel-Operation soll der Brasilianer erst zur neuen Saison wieder zur Mannschaft stoßen. Anschließend hat Neymar noch vier Jahre Vertrag an der Seine, was bei vielen Beobachtern und Anhängern für Bauchschmerzen sorgt. Der Offensivstar polarisiert zu sehr und seine Mitspieler wie Fabian Ruiz oder Vitinha treten deutlich befreiter auf, seit er außer Gefecht ist.
PSG-Trainer Christophe Galtier hadert mit dem Verletzungspech und blickt Richtung Meisterschaft.
Dass ein europäischer Top-Klub für einen 31-jährigen – der in sechs Jahren bei PSG verletzungsbedingt nur knapp mehr als die Hälfte der Pflichtspiele bestreiten konnte – viel Geld in die Hand nimmt, scheint illusorisch. Neymar persönlich verspürt keine Lust, Paris zu verlassen.
Auf diesen Positionen mangelt es Paris an Qualität
Einige Baustellen ziehen sich zudem durch die letzten Jahre: PSG fehlt eine Nummer neun von internationalem Format – und auch auf der Sechser-Position tut man sich schwer, den Wunschspieler zu finden.
Im Tor hat Gianluigi Donnarumma seit der laufenden Saison das uneingeschränkte Vertrauen bekommen, doch der 24-Jährige ist immer wieder für einen Patzer gut – wie im Hinspiel gegen die Bayern.
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Fest steht: Der künftige Trainer wird mal wieder vor einer Herkules-Aufgabe stehen. Gar vor einer Mission Impossible im Kampf um den langersehnten Triumph in der Königsklasse?
Die katarischen Eigentümer wollen nicht verstehen, dass ein solches Ziel schier unmöglich zu erreichen ist, solange man die einzelnen Stars (erst Ibrahimovic, dann Neymar, Messi und nun Mbappé) über das Team stellt.