Geschke liefert ab in den Pyrenäen

von SPORT1
Geschke liefert ab in den Pyrenäen
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Geschke liefert ab in den Pyrenäen

Auf der 16. Etappe der Tour de France 2022 geht es in die Pyrenäen. In einer wahren Hitzeschlacht zeigt sich Simon Geschke in bester Form. Im Kampf um das Gelbe Trikot fällt noch keine Entscheidung.

Auf der 16. Etappe von Carcassone nach Foix liefert Simon Geschke (Cofidis) eine Glanzleistung ab und baut seine Führung in der Bergwertung weiter aus.

Der Deutsche, der beim Sieg von Hugo Houle (Astana Qazaqstan), mit 2:11 Minuten Rückstand als Achter über die Ziellinie fuhr, holte sich insgesamt 12 Punkte an diesem Tag und steht jetzt bei 58 Zählern. (NEWS: Alles zur Tour de France 2022)

Dabei war Geschke nach Zieldurchfahrt bei Eurosport selbst von seiner Leistung überrascht: „Es war heute gar nicht geplant, dass ich in die Gruppe gehe, weil die nächsten beiden Tage auch noch schwer sind. Aber das Wichtigste ist, dass sich das Investment gelohnt hat.“

Damit baut er seine Führung in der Bergwertung weiter aus und verbessert seine Chancen, als erster Deutscher überhaupt mit dem gepunkteten Trikot in Paris anzukommen. Sein wahrscheinlich größter Konkurrent – Neilson Powless – konnte keine Punkte auf den Deutschen gutmachen. Der US-Amerikaner liegt weiterhin mit 37 Punkten auf Rang drei. (SERVICE: Bergwertung der Tour de France)

Geschke muss Powless im Auge behalten

Der hatte bereits vor der Etappe verkündet, dass er nicht auf Gesamtklassement fährt, sondern das Bergtrikot angreifen will. Ein Umstand, der auch Geschke bekannt war. „Neilson war heute der einzige Grund, warum ich mit in der Gruppe war. Ich versuche, meine schärfsten Konkurrenten nicht aus den Augen zu lassen.“ Allerdings werden es nochmal zwei schwere Tage in den Pyrenäen, daher waren die Punkte auf der 16. Etappe ein wichtiger Schritt zum großen Ziel, „wenn auch nur ein kleiner, wenn man sich die Profile der nächsten Tage ansieht.“

Besonders beeindruckend: Vor der Bergwertung der 1. Kategorie auf der Mur de Péguère führte Geschke – trotz Temperaturen um die 40 Grad – eine Verfolgergruppe in einem Kraftakt erst an die Spitzengruppe heran, um sich dann auch noch die zehn Punkte zu sichern.

Ständig werde er solche Kraftanstrengungen jedoch nicht wiederholen können. „Es war mein fünfter Tag in der Spitzengruppe auf dieser Tour. Es wird nicht einfacher“, stellte er klar.

Vingegaard kontert alle Pogacar-Attacken

In der Gesamtwertung hat sich nichts geändert. Jonas Vingegaard ((Jumbo-Visma) fährt weiter mit 2:22 Minuten Vorsprung auf Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) im Gelben Trikot. Zwar setzte der Slowene immer wieder zur Attacke auf den Dänen an, der konterte diese Angriffe aber souverän. „Es ist wichtig, neben den Beinen auch taktisch zu fahren“, beschrieb Vingegaard seine Fahrt. (SERVICE: Gesamtwertung der Tour de France)

Der Erfolg von Houle war erst der zweite kanadische Etappensieg überhaupt in der Tour-Geschichte. Landsmann Michael Woods wurde Dritter hinter dem Franzosen Valentin Madouas.

Für Houle selbst war der Erfolg etwas Besonderes. „Dieser Etappensieg ist für meine verstorbenen Bruder. Dafür habe ich so lange gearbeitet.“ dessen Bruder wurde während der Weihnachtstage 2012 beim Joggen von einem Betrunkenen angefahren und getötet. Houle fand ihn später auf der Straße liegend. „Ich würde sagen, am Anfang hat es mich mehr zerstört. Aber heute sehe ich es so, dass es mich antreibt, weiter hart zu trainieren, um das zu erreichen.“

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