Biathlon-Olympiasieger tritt kürzer
Biathlon im Sommer: In Dresden räumt ein DSV-Star ab
Das schwedische Biathlon-Traumpaar Hanna Öberg und Partin Ponsiluoma erwartet Nachwuchs. Dies hat allerdings nicht nur Auswirkungen auf die Karriere der werdenden Mutter.
Das schwedische Biathlon-Team muss den kompletten kommenden Winter auf Hanna Öberg verzichten. Die Olympiasiegerin hat im Juli bekannt gegeben, dass sie zum ersten Mal Mutter wird. Der erwartete Nachwuchs wird jedoch nicht nur die Zeit der Mutter in Anspruch nehmen, sondern auch die des Vaters. Dieser ist kein Unbekannter, sondern mit Martin Ponsiluoma ein weiterer schwedischer Olympiasieger.
Ponsiluoma hat nun angekündigt, in der kommenden Saison kürzertreten zu wollen. „Mal schauen, wie viele Rennen ich laufen werde. Ich freue mich auf die Wettkämpfe, aber das Baby kommt an erster Stelle – das ist das Wichtigste“, erklärte der 30-Jährige am Rande des City-Biathlons in Dresden im Gespräch mit der Bild.
Ponsiluoma gibt Versprechen ab: „Ich gebe mein Bestes“
Der Schwede ist sich bewusst, dass es auf diese Weise schwierig wird, an die Erfolge aus dem letzten Winter anzuknüpfen. „Wenn ich eine oder mehrere Wochen verpasse, dann wird es hart, im Gesamtweltcup etwas zu reißen“, verdeutlichte er. „Aber ich gebe mein Bestes“, versprach er dennoch.
Der laufstarke Schwede erzielte im vergangenen Winter mit dem achten Rang sein zweitbestes Resultat im Gesamt-Weltcup. Die Krönung der starken Saison war letztlich Gold im olympischen Verfolgungsrennen. In der kommenden Saison wird nun aber alles ganz anders ablaufen.
„Es wird etwas ungewohnt sein, allein unterwegs zu sein“, gab er im Interview mit der Zeitung Expressen zu verstehen. In den letzten Jahren war er schließlich stets gemeinsam mit seiner Partnerin auf Weltcup-Reisen, zumal die Damen und Herren ihre Rennen anders als bei anderen Wintersportarten an denselben Orten bestreiten. Er sei jedoch zuversichtlich, „eine Lösung zu finden“.
Ponsiluoma fokussiert sich auf die WM – Öberg plant Rückkehr nach Babypause
Der grobe Plan sieht vor, „bis Weihnachten möglichst viele Rennen mitzunehmen“ und danach „so gut es geht am Ball zu bleiben“. Der Fokus wird weniger auf dem Gesamt-Weltcup, sondern mehr auf der WM liegen. „Das ist etwas Großes. Dort will ich gut sein“, kündigte er in Bezug auf den Saison-Höhepunkt in Otepää an.
Weitere News
Öberg und Ponsiluoma sind seit 2021 ein Paar und planen bereits ihre Hochzeit. An ein Karriereende denken aber Stand jetzt offenbar beide nicht. Öberg hat bereits angekündigt, ihre Laufbahn lediglich unterbrechen zu wollen. Die mehrmalige Weltmeisterin und Olympiasiegerin kann sich sogar vorstellen, bei den Olympischen Winterspielen 2030 und bei einer möglichen Heim-WM 2031 in Östersund mit dabei zu sein.