Die Wochen der Wahrheit stehen vor der Tür!
Mit dem FC Chelsea empfängt Borussia Dortmund am Mittwochabend den wohl meistdiskutierten Klub der vergangenen Wintertransfer-Periode im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals. (CL: Borussia Dortmund vs. FC Chelsea, Mittwoch ab 21:00 Uhr im Liveticker)
Satte 329,50 Mio. Euro investierten die Blues alleine im Winter, um sich mit zahlreichen Neuzugängen wie unter anderem Weltmeister Enzo Fernandez (121 Mio. Euro) oder auch Mychajlo Mudryk (bis zu 100 Mio. Euro) zu verstärken.
Kehl beschreibt Transferaktivitäten der Blues als „sehr wild“
BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl kommentierte die Transferaktivitäten der Blues bei Sky Anfang Februar als „sehr wild“, er habe selbstverständlich „verfolgt, was Chelsea in den letzten Wochen und Monaten angestellt hat.“ (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Champions League)
Der BVB hingegen gab lediglich rund 13 Millionen Euro im Winter aus – und dürfte dennoch als leichter Favorit in die K.o-Duelle gehen.
Schließlich durfte Chelsea mit Fernandez, Mudryk und Joao Felix nur drei seiner zahlreichen Neuzugänge für die Champions League nachmelden und zum anderen, weil es trotz des Kaufrausches in der Premier League weiterhin nur sehr mäßig läuft.
Edin Terzic und Neuzugang Julian Ryerson sind von den Qualitäten des BVB überzeugt und lassen sich nicht von den Millionen-Transfers des FC Chelsea beeindrucken.
„Dass englische Klubs wirtschaftlich größere Möglichkeiten haben als wir in der Bundesliga ist kein Thema, das uns erst seit dieser Transferperiode begegnet. Sie haben sehr, sehr viel Geld investiert. Aber wenn ich auf die Tabelle schaue, dann stehen sie auf Platz neun. Und demnach sicherlich nicht dort, wo sie sich sehen und wo sie mit dem Geld, das sie investiert haben, stehen wollen“, sagte Kehl in einer Medienrunde.
Chelsea-Aufstellung „nicht leicht zu analysieren“
Dortmund startete derweil mit sechs Pflichtspielsiegen perfekt in das Jahr 2023, weshalb auch Kehl optimistisch auf das anstehende Duell blickt: „In diesen Spielen haben wir gezeigt, dass wir uns deutlich weiterentwickelt haben. Das ist noch nicht genug, um davon die ganze Saison zu zehren, aber es ist für uns in der aktuellen Phase sehr wichtig gewesen und zeigt, dass mit uns zu rechnen ist.“
Gegen Chelsea kann der BVB auch dank der Aufhebung des Stehplatzverbots erstmals in einem K.o.-Spiel der Champions League auf 81.365 Zuschauer bauen, die Schwarz-Gelb in die nächste Runde tragen sollen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Champions League)
Wie das Team von Graham Potter am Mittwochabend auflaufen wird, konnte Dortmund-Trainer Edin Terzic bislang noch nicht erahnen.
„Das ist nicht leicht zu analysieren, es gab viel Bewegung im Transferfenster“, sagte er auf der Pressekonferenz am Dienstagmittag. „Man weiß nicht genau, in welcher Aufstellung sie hier auftreten werden.“
Chelsea verfüge nach seiner Ansicht über einen Kader voller Schlüsselspieler, er habe gespannt beobachtet, welcher Neuzugang auf die finale Kaderliste der Königsklasse nachgetragen wurde.
„Mit Enzo Fernández haben sie einen extrem wichtigen Spieler geholt. Und auch Mudryk hatte bei Donezk schon richtig gute Auftritte. Es wird keine leichte Aufgabe. Sie haben nur absolute Top-Spieler dazu geholt und sind eine Top-Mannschaft“, sagte Terzic.