Ihm blieb beim 1:0-Erfolg gegen Chelsea nur die unliebsame Zuschauerrolle!
BVB-Star Marco Reus feierte nach dem Schlusspfiff zwar auf dem Rasen mit den Teamkollegen, dampfte hinterher aber als einer der ersten aus dem Stadion. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Champions League)
Gemeinsam mit Kumpel Mahmoud Dahoud, der ebenfalls nicht zum Einsatz kam, lief der BVB-Kapitän mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze an den Journalisten vorbei in Richtung Auto.
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„Es tut natürlich brutal leid“, sagte Edin Terzic bei DAZN über die Entscheidung, einen seiner Lieblinge 90 Minuten lang auf der Bank schmoren zu lassen. Mega-Talent Jamie Bynoe-Gittens und sogar Auslaufmodell Anthony Modeste kamen noch vor dem Dortmunder Führungsspieler zu Einwechslungen.
Terzic: „Es geht hier nicht um Marco“
„Es geht hier nicht um Marco“, erklärte der BVB-Coach, der zurzeit aufgrund der qualitativ hohen Dichte im Kader harte Entscheidungen fällen muss. „Wir hatten auch andere Jungs, die nicht reinkamen.“ Auch der zweite BVB-Kapitän, Mats Hummels, saß über die gesamte Spielzeit draußen.
Akzeptanz sei hierbei das falsche Wort, sagt Terzic. „Ich finde, Marco muss es respektieren, aber nicht akzeptieren“, betonte Terzic. „Im Training und in den nächsten Spielen kann er dann zeigen, dass er es nicht akzeptiert, aber in dem Moment muss er es respektieren, so wie alle anderen auch. Das ist extrem wichtig.“
Nach überstandener Sprunggelenksverletzung, die Reus die WM-Teilnahme kostete, setzte den Angreifer Anfang des Jahres ein Infekt außer Gefecht. Im Pokal gegen Bochum führte der 33-Jährige seine Mannschaft zwar als Joker zum 2:1-Auswärtssieg, in der Liga kam er allerdings seit dem Re-Start nur zu drei Einsätzen.
So geht es für Reus beim BVB weiter
Julian Brandt und Karim Adeyemi spielen zurzeit überragend, im Mittelfeld-Zentrum sind zudem Jude Bellingham und Emre Can gesetzt – Platz für Reus ist aktuell nicht.
Wie geht es jetzt weiter für den BVB-Star? (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Champions League)
Der Vertrag läuft im Sommer bekanntlich aus. Der Topverdiener (rund zwölf Mio. Euro Jahresgehalt) will gerne noch mindestens zwei Jahre auf höchstem Niveau spielen – und das am liebsten beim BVB! In Marbella gab es erste gute Gespräche zwischen ihm und BVB-Sportchef Sebastian Kehl.
In den nächsten Tagen soll es zu einem konkreteren Austausch zwischen den BVB-Bossen und Berater Dirk Hebel geben, in dem es auch um Zahlen gehen soll.
Klar ist: Die Dortmunder wollen eine neue Gehaltshygiene (weniger Grundgehalt, mehr Prämien) einführen, Reus müsste also deutliche Gehaltseinbußen in Kauf nehmen.
Ob die neue Bankrolle einen zusätzlichen Einfluss auf den Vertragspoker haben wird?