Wenn Nico Rosberg ein Selfie macht, zucken die Formel-1-Stars und ihre Teams zusammen. Warum? Weil der Weltmeister von 2016 offenbar mit einem obskuren Fluch belegt ist und diesen mit seinen harmlos wirkenden Schnappschüssen an die Fahrer weitergibt.
Beweise gefällig: Rosberg hatte vor zwei Wochen beim Qualifying in Budapest ein Bild vor dem Boliden des WM-Dominators Max Verstappen geschossen – und prompt verpasste der niederländische Doppel-Weltmeister die Pole Position. Dabei war Verstappen in den sechs Rennen zuvor immer auf Startplatz eins gefahren.
Rosberg sorgt für Hamilton-Pole – und für Fehlstart
Klar, das könnte natürlich auch nur ein riesiger Zufall gewesen sein. Doch nur 24 Stunden später wiederholte sich der Vorfall. Pole-Setter Lewis Hamilton hatte Verstappen seit langem mal wieder geschlagen und startete am Hungaroring von ganz vorne.
Grund genug für Rosberg, dieses Mal vor der Garage des Rekord-Champions zu posieren und dieses Selfie in seinen Instagram-Feed zu stellen.
Es kam, wie es kommen musste: Hamilton kam nicht gut aus den Startlöchern und musste Verstappen schon in Kurve eins passieren lassen. Rosberg selbst sprach danach von „einer der schlechtesten Kurven“ in Hamiltons-Leben.
McLaren verbannt Rosberg aus der Box
Nicht nur die Hamilton-Fans waren im Anschluss sauer auf den Wahl-Monegassen, auch im restlichen Fahrerlager griff die Angst vor einem weiteren folgenschweren Rosberg-Besuch in der Boxengasse um sich.
So sah sich McLaren genötigt, zu einer knallharten Maßnahme zu greifen. Das Team aus Großbritannien verhängte beim darauffolgenden Grand Prix in Spa ein Verbot für den 38-Jährigen, der keine Fotos vor der Box der orangen Boliden machen durfte.
„Man muss tun, was man tun muss“, schrieb McLaren und schob ein „Sorry, Nico!“ in Richtung des früheren Mercedes-Piloten nach: „Wir können deine verhexenden Kräfte nicht riskieren!“
Zumindest am Samstag schien der Rosberg-Ausschluss Früchte zu tragen: Beim Sprintrennen auf dem anspruchsvollen Kurs wurde F1-Neuling Oscar Piastri starker Zweiter hinter Max Verstappen.