Da schwang etwas Frust mit.
Bayer Leverkusen muss nach der 0:1-Pleite bei der AS Rom im Halbfinal-Hinspiel der UEFA Europa League im Rückspiel mindestens ein Tor schießen, um den Traum vom ersten europäischen Finale seit 21 Jahren am Leben zu halten.
Viel mehr als mit dem eigenen Spiel haderte Florian Wirtz jedoch mit dem Auftritt der Italiener und dem Schiedsrichter. „Die Italiener haben aus jedem Kontakt eine oder zwei Minuten rausgeholt – vor allem in der Endphase“, beklagte sich der 20-Jährige nach dem Spiel bei RTL. „Es war ein bisschen schade, dass das Tempo so rausgenommen wurde und wir immer Zeit weggenommen bekommen haben.“
An diesem Zeitspiel hat auch der Schiedsrichter einen gehörigen Anteil gehabt. „Der Schiedsrichter hat es mitgemacht“, sagte Leverkusens Nummer 27 fast schon resigniert.
Zwar sei dieses Szenario bei einem eventuellen Rückstand schon vor dem Spiel zu erwarten gewesen. „Aber dass es so extrem wird, war auch neu für mich“, gab Wirtz unumwunden zu.
Wirtz hadert auch mit seiner vergebenen Chance
Neben dem Zeitspiel haderte der Pulheimer, der mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wird, auch mit seiner vergebenen Chance in der sechsten Spielminute. „Ich hätte mich am Ende für die andere Ecke entscheiden sollen“, sagte er über seinen Schuss, der knapp am linken Eck vorbeiging. „Oben rechts wäre er wohl reingegangen.“
Am nächsten Donnerstag hat Wirtz in der heimischen BayArena (ab 21.00 Uhr im SPORT1-Liveticker) die Möglichkeit, es besser zu machen. Dann braucht es mindestens ein Tor, um zum ersten Mal seit dem verlorenen Champions-League-Finale von 2002 wieder nach einem internationalen Titel zu greifen zu können.