Die Eintracht aus Frankfurt – und vor allem ihre Fans – haben den großen FC Barcelona geschockt.
Der vermeintliche Underdog aus der Bundesliga riss das Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League auf dem Platz und auf den Rängen an sich. Über 20.000 Frankfurt-Fans feierten im Camp Nou. Eine einzigartige Leistung. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Europa League)
„Ich glaube, es gibt keinen Klub, der in der Lage ist, so viel Momentum zu entwickeln“, sagte Vorstandsmitglied Axel Hellmann nach dem berauschenden 3:2-Sieg, der das Halbfinale bedeutete.
Dieser Antrieb baue sich „über die Geschichten auf, die wir im Vorfeld erzählen. Wie wir auch so etwas annehmen, indem wir wissen, dass es große Momente sind. Und über die Größe des Moments geht diese Begeisterung bei den Menschen sofort in Fleisch und Blut über.“
„Da trifft den FC Barcelona keine Schuld“
Da werde eine Energie freigesetzt, die sich dann „in Reiseaktivitäten niederschlägt. Und so kommen dann 30.000 – 35.000 Menschen auf alle Verkehrsmittel nach Barcelona und fluten am Ende dieses Stadion.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Europa League)
In Spanien wollte man seinen Augen kaum trauen. Barcelonas Trainer Xavi klagte, Präsident Joan Laporta schämte sich gar. Und die spanischen Fans protestierten gegen den eigenen Verein! Man wollte nicht wahrhaben, dass so viele Auswärts-Fans ins eigene Stadion gelassen worden waren.
„Ich will das mal klipp und klar sagen, weil es da auch negative Stimmen gab, wie das sein könne. Da trifft den FC Barcelona keine Schuld, die sind nicht lax damit umgegangen“, sagte Hellmann eindeutig.
Hellmann berichtet von kuriosen Szenen
Die Anzahl der weißen Shirts – im Camp Nou ohnehin ein nie gern gesehene Farbe – habe zwar auch die Eintracht-Bosse überrascht.
Erklärungen gebe es aber: „Es war so, dass unsere Fans über alle möglichen Mittel und Wege Tickets besorgt haben – bis zu dem Moment vor dem Spiel! Das habe ich selbst gesehen! Da ist einer zu einem Barca-Fan gegangen und hat gesagt ‚für mich ist es das Spiel des Lebens! Bitte verkaufe mir deine Karte!‘ Und das hat der Barca-Fan natürlich auch gemacht. Ich glaube, das hat in vielerlei Hinsicht stattgefunden – und das kannst du als Verein nicht kontrollieren.“
Die Eintracht-Fans seien „am kreativsten, sich auf allen Wegen Tickets zu besorgen. Das war so und wir immer so sein.“