Kai Havertz hat bei der knappen Niederlage des FC Arsenal bei Newcastle United mit einer riskanten Grätsche für Aufsehen gesorgt. Der deutsche Nationalspieler räumte beim 0:1 in der 37. Spielminute seinen Gegenspieler Sean Longstaff ab und löste damit eine Rudelbildung aus.

Havertz war in der gegnerischen Hälfte mit gestrecktem Bein in Longstaff hineingesprungen, den Ball verpasste er bei der Aktion an der Auslinie dabei deutlich. Aber: Letztlich traf Havertz den Knöchel seines Gegners nicht mit dem ausgestreckten Bein, sondern „nur“ mit dem anderen, angezogenen Fuß.

Wohl auch deshalb sah er für die Aktion die Gelbe statt der Roten Karte – zum Unmut der Newcastle-Spieler. Gleich drei protestierende Profis – neben Longstaff auch Anthony Gordon und Fabian Schär – sahen in der Folge ebenfalls den gelben Karton.

Havertz-Grätsche „potenziell gefährlich“

„Es sah hoch aus, potenziell gefährlich“, meinte Newcastles Trainer Eddie Howe: „Das war mein erster Gedanke an eine Rote Karte. Er hatte wahrscheinlich Glück, dass er nur Gelb bekommen hat.“

Entschieden wurde die Partie letztlich durch einen Treffer von Gordon in der 64. Minute. Der Treffer wurde erst nach einem minutenlangen Check durch den VAR für gültig erklärt. Überprüft wurde, ob der Ball vorher im Toraus war, ob es ein Offensiv-Foul von Joelinton gab und ob Gordon bei dem Abpraller im Abseits stand.

Arsenal-Trainer Mikel Arteta zeigte sich nach der Partie völlig entgeistert: „Es ist peinlich, es ist eine Schande. Das ist es, was es ist: eine Schande.“ Es mache ihn „krank, ein Teil davon zu sein.“