Der Internationale Ski-Verband (FIS) hat sich angesichts der russischen Invasion in die Ukraine offensichtlich nicht zu einer Absage der Weltcups in Russland durchringen können.

Die Qualifikation für die Skicross-Rennen am Wochenende in Sunny Valley im Ural fand am Freitag wie geplant statt – sie wurde durch den Rückzug aller Mannschaften mit Ausnahme der gastgebenden allerdings zu einer Farce. (SERVICE: Alle News aus dem Wintersport)

Bei den Frauen gingen lediglich sieben russische Läuferinnen in die Qualifikation, ihre 26 ursprünglich gemeldeten Konkurrentinnen zogen ihre Teilnahme zurück. Bei den Männern blieben von den 67 potenziellen Startern nur sechs russische übrig.

Der Deutsche Skiverband (DSV) hatte eine achtköpfige Mannschaft um die Olympiadritte Daniela Maier für die Rennen in Sunny Valley gemeldet – sie am Donnerstag aber zurückgezogen.

DSV geht kein Risiko ein

„Unsere oberste Prämisse ist: Der DSV geht keinerlei Risiko ein und verzichtet im Zweifel immer auf eine Teilnahme bei internationalen Veranstaltungen“, sagte Vorstandsmitglied Stefan Schwarzbach dem SID am Donnerstag auf Anfrage.

Nach wie vor im FIS-Programm stehen auch die Aerials-Wettbewerbe am Wochenende in Jaroslawl nordöstlich von Moskau.