Trotz der unterstützenden Worte von Präsident Josep Bartomeu und Abwehrchef Gerard Pique neigt sich die Zeit von Luis Enrique beim FC Barcelona offenbar dem Ende zu.
Übereinstimmenden spanischen Medienberichten zufolge wird der Trainer seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern.
Zum einen, weil er selbst einen Tapetenwechsel in Erwägung zieht, zum anderen, weil die sportlichen Leistungen seines Teams in dieser Spielzeit insgesamt nicht zufriedenstellend sind.
Als heißester Kandidat auf eine Enrique-Nachfolge gilt laut der Sport Jorge Sampaoli vom FC Sevilla.
Der Argentinier, der 2015 mit Chile die Copa America gewann, legt eine starke Premieren-Saison mit dem Europa-League-Champion hin. Am Abend treffen die Andalusier im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League auf Leicester City (ab 20.15 Uhr im LIVETICKER).
Schuster: „Würde sehr gut passen“
Sevilla steht trotz eines großen Umbruchs im Sommer auf dem dritten Platz der Primera Division und weiß auch spielerisch zu überzeugen.
„Er hat mich positiv überrascht. Seine Mannschaft spielt attraktiven Fußball. Ich denke, er würde sehr gut zu Barcas Philosophie passen“, sagte Ex-Barca-Profi Bernd Schuster in der spanischen Fernsehsendung El Chiringuito.
Sampaoli, der in den englischen Medien auch als Erbe von Arsene Wenger beim FC Arsenal gehandelt wird, hält sich bedeckt. „Ich rede nicht gerne über die Zukunft, ich lebe in der Vergangenheit“, unterstrich der 56-Jährige vor dem Duell mit Leicester: „Es wäre respektlos gegenüber Sevilla, über einen anderen Verein zu sprechen.“