Schluss, Aus, vorbei! Das Transferfenster hat geschlossen. Dass in der Winterpause keine Hochkaräter auf dem Transfermarkt zur Verfügung stehen, ist bekannt. Und doch hat es BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl geschafft, mit Jadon Sancho und Ian Maatsen zwei echte Volltreffer zu verpflichten.
Glücksgriffe, die Kehl im Sommer nicht landen konnte. Felix Nmecha, für den der BVB 30 Millionen Euro (!) auf den Tisch legte, konnte auch vor seiner langwierigen Verletzung noch nicht richtig überzeugen. Und auch Marcel Sabitzer (19 Mio. Euro) blieb bislang hinter den Erwartungen zurück, genauso wie Ramy Bensebaini, der durch den Afrika Cup sogar seinen Stammplatz verloren hat.
Der Einzige, der der Mannschaft aktuell weiterhilft, ist Niclas Füllkrug. Dennoch stand der Nationalspieler vor dem vergangenen Spieltag, an dem er einen Dreierpack erzielen konnte, erst bei sechs Liga-Toren (fünf Torvorlagen) – zu wenig für einen Mittelstürmer eines, und das ist der Anspruch des BVB, Top-4-Klubs.
BVB-Volltreffer ohne Aussicht auf langfristigen Erfolg
Umso wichtiger waren für Kehl und Co. die Nachbesserungen im Winter. Sancho und Maatsen konnten in den ersten drei Spielen schon jetzt mit Nachdruck überzeugen, der Mannschaft weiterhelfen.
Der große Wermutstropfen dabei: Die Verpflichtungen beinhalten weder eine Kaufoption, noch ein Vorkaufsrecht.
Kehl war es wichtiger, den schnellen Turnaround zu schaffen und das Minimalziel Champions League, nach einer mehr als durchwachsenen Hinrunde, nicht noch mehr aus den Augen zu verlieren.
Zwischenfazit: Könnte funktionieren. Eine Aussicht auf langfristigen Erfolg ist das aber nicht.
- Bundesliga-Highlights im Video
- Alle Bundesliga-News
- SPORT1 Bundesliga Classics: Historische Momente im Video
BVB-Umbruch steht bevor! Viel Arbeit für Kehl und Co.
Dass Sancho und Maatsen auch nach der Saison in Dortmund spielen, ist aktuell unwahrscheinlich. Dazu kommt, dass Verträge von insgesamt sechs Spielern, zum Teil Leistungsträgern, wie Mats Hummels, Marco Reus und Thomas Meunier, auslaufen.
Dass ein Talent wie Hendry Blank am Deadline Day Richtung Salzburg abgegeben wurde (mit Rückkaufoption), macht die knifflige Situation nicht leichter.
Fest steht: Dortmund konnte im Wintertransferfenster zwar sehr gut nachbessern, der große Umbruch steht aber noch bevor. Auf Kehl und Co. wartet viel Arbeit.