Der Wirbel um das Loch im Anzug von Skispringer Andreas Wellinger hat auch den Deutschen Skiverband (DSV) aufgeschreckt. „Das sollte nicht passieren“, sagte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel am Samstag in der ARD. Eine Disqualifikation des Oberstdorf-Siegers wäre regelkonform gewesen, so Hüttel.

Nach der Qualifikation am Donnerstag war im TV-Bild bei Wellingers Anzug ein Loch zu sehen gewesen. „Wenn er bei mir gewesen wäre und ich den Anzug gesehen hätte, wäre er disqualifiziert worden“, sagte Materialkontrolleur Christian Kathol später dem norwegischen TV-Sender NRK. In dem Fall hätte Wellinger am Freitag im Wettkampf nicht an den Start gehen dürfen.

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„Sollte nicht zu viel Bedeutung anmessen“

Hüttel gab den Regelverstoß zu. „Es steht im Reglement so drin, da hat der Christian keine andere Chance. Er muss so handeln, definitiv“, sagte er. Wellinger habe das Loch damit erklärt, dass er nach seinem Sieg in der Qualifikation „unten zu stark gejubelt“ habe: „Aber er ist vorher vermessen worden und mit einem regelkonformen Anzug gesprungen.“

Daher habe es auch keinen Protest gegeben. „Er hat dadurch keinen Vorteil. Daher sollte man dem nicht zu viel Bedeutung zumessen“, sagte Hüttel.