Der frühere Nationaltorhüter Roman Weidenfeller hat sich „Triple – der Schüttflix-Fußballtalk“ bei Sky zu seiner Dortmunder Zeit unter Thomas Tuchel geäußert.
Zu Beginn der Saison 2015/16 hatte der damals neue BVB-Coach den langjährigen Stammkeeper Weidenfeller auf die Bank gesetzt und Neuzugang Roman Bürki als neue Nummer 1 installiert.
„Beide hätten es verdient gehabt, morgen zu spielen“, sagte Tuchel damals, „es war sehr hart für mich, eine Entscheidung zu treffen und dann mitzuteilen.“
Weidenfeller: „Trainingseindrücke waren besser als von Bürki“
Und weiter: „Roman Weidenfeller hat während der Vorbereitung sechs Wochen außergewöhnliche Wochen hingelegt. Das habe ich so nicht erwartet. Er hat sich in keinster Weise ausgeruht auf seinen Lorbeeren oder seinen Weltmeistertitel oder seinen Status. Sein Sportsgeist war wirklich bemerkenswert.“
Auch wenn Weidenfeller die Entscheidung aus sportlicher Sicht nicht nachvollziehen konnte, sei der Umgang mit Tuchel „absolut respektvoll“ gewesen, wie er nun befand. Der Ex-Keeper ließ anschließend aufhorchen.
„Ich habe es zwar damals nicht verstanden, und habe im Nachgang nochmal nachgefragt. Man hätte mich aufgrund der sportlichen Leistung nicht sofort auf die Bank setzen müssen.“
Weidenfeller, der 2018 seine aktive Karriere beendete, führte aus: „Die Trainingseindrücke in der Vorbereitung 2015 waren besser als die von meinem Nachfolger Roman Bürki, um ehrlich zu sein.“
“Es war klar, dass neue Wege gegangen werden“
Der 43-Jährige machte sowohl den Generations- als auch den Trainerwechsel für Tuchels Entscheidung verantwortlich: „En neuer Torwart wurde verpflichtet, und es sollte eine neue Generation angeschoben werden. Ein neuer Trainer kam dazu. Von daher war es klar, dass neue Wege gegangen werden.“
Dem Verein ist Weidenfeller auch über sein Karriereende hinaus treu geblieben. Der Weltmeister von 2014 ist Botschafter der Stadt Dortmund bei der Europameisterschaft 2024 im eigenen Land. Darüber hinaus fungiert er als Markenbotschafter für den BVB und betreut dessen Sponsoren.