Der FC Bayern München ist in den vergangenen zehn Jahren zumeist zum Deutschen Meistertitel spaziert.
Die Dominanz der Münchner ist inzwischen so erdrückend, dass neun Punkte Vorsprung an einem 28. Spieltag fast schon als normal betrachtet werden – und trotzdem in Stadien, an Stammtischen und auch in Medienhäusern hoffnungsvoll Spannung im Titelrennen konstruiert wird. Wenn Borussia Dortmund gewinnt und der FC Bayern wieder verliert, dann …
Nun ja, es kam meist anders als erhofft, der Vorsprung war kurze Zeit spät wieder uneinholbar groß. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Gut so: Eintracht wird nicht die „weiße Fahne hissen“
Die Blicke der Fußballfans richten sich am Freitagabend daher gespannt und – sofern man kein Anhänger des FC Bayern ist – hoffnungsvoll zugleich nach Frankfurt: Die Eintracht empfängt die Münchner als Europa-League-Sieger. (Eintracht Frankfurt – FC Bayern München ab 20.30 Uhr im LIVETICKER)
Das Selbstvertrauen der Frankfurter ist groß, Trainer Oliver Glasner stellt nicht umsonst klar: „Wir hissen nicht die weiße Fahne.“ Gut so!
Ein Erfolg der Eintracht könnte der gesamten Liga Hoffnung machen. Seht her, der FC Bayern ist nicht unbesiegbar, erstmals nach einem Jahrzehnt kann auch wieder ein anderes Team die Schale holen.
Die Hessen haben sich dabei in den vergangenen vier Jahren zu einem Mini-Angstgegner der Münchner entwickelt. Pokalsieg 2018, 5:1 im Oktober 2019, zweimal 2:1 im Vorjahr. Die Zeiten, in denen etwa Armin Veh eine B-Elf in die Allianz Arena schickte, damit sich seine Schlüsselspieler keine Sperre abholen, sind vorbei.
Verliert der Titelträger erstmals ein Bundesliga-Eröffnungsspiel?
Eine solche Vorgehensweise wird es heute nicht geben, wenn um 20.30 Uhr die 60. Bundesliga-Saison angepfiffen wird. Präsident Peter Fischer gab mit seiner – wenngleich augenzwinkernd gemeinten – Aussage, „wer zum Teufel denn Mané“ sei, die Richtung vor.
Die Frankfurter reizen den Begriff Selbstvertrauen förmlich aus, sie sind hochmotiviert und haben ein neues Selbstverständnis. Es ist erst ihr zweites Eröffnungsspiel nach 19 Jahren – und das dann vor den frenetischen Fans und einem weltweiten Millionenpublikum an den TV-Geräten. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
Und die Eintracht wäre bei einem Erfolg das erste Team, das einen amtierenden Meister im Eröffnungsspiel besiegt – die Bilanz aus Sicht der Titelträger lautet 15 Siege und fünf Remis. Mehr Motivation geht wohl nicht.
Um auch den ganz großen Teams ein Bein stellen zu können, hat Sportvorstand Markus Krösche mächtig aufgerüstet. Weltmeister Mario Götze ist aus Eindhoven nach Deutschland zurückgekehrt, mit Lucas Alario und Randal Kolo Muani gibt es zwei starke neue Stürmer. Dampfhammer Filip Kostic ist weiterhin (noch) da, Jesper Lindström und Daichi Kamada befinden sich bereits in exzellenter Frühform. (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)
Eintracht-Erfolg wäre ein Push für die gesamte Bundesliga
Der souveräne 4:0-Pokalerfolg in Magdeburg hat den Glauben an die eigenen Qualitäten weiter gestärkt, wenngleich der 5:3-Sieg des FC Bayern in Leipzig äußerst respektvoll registriert wurde. Die Fähigkeiten von Sadio Mané, Thomas Müller, Joshua Kimmich und Co. sind überall bestens bekannt.
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nCAPTION: FC Bayern lässt sich im Supercup gegen Leipzig leicht in der Defensive knacken
nDESCRIPTION: Die Bayern haben den ersten Titel eingefahren. Das 5:3 im Supercup gegen RB Leipzig zeigte aber, dass der Rekordmeister in der Defensive noch Arbeit vor sich hat.
Glasner und seine Mannschaft haben in der allerdings eindrucksvoll Europa League gezeigt, dass sie keine Angst vor großen Namen haben. Eine Fortsetzung dieser Erfolgsstory wäre gleichbedeutend mit einem Push für die gesamte Bundesliga.
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nCAPTION: SPORT1 Bundesliga Classics: Jupp Heynckes Schlammschlacht bei der Eintracht
nDESCRIPTION: Der 4. Dezember 1994 war für Jupp Hynckes ein neuer Höhepunkt eines Machtspiels zwischen Trainer und Spielern. Der Anfang des Endes von Hynckes als Trainer von Eintracht Frankfurt.