Beim EM-Qualifikations-Duell zwischen Griechenland und Frankreich (2:2), bei dem es sportlich um nichts mehr ging, ist es in der Schlussphase zu einer strittigen Szene gekommen. Eine Flanke von Bayern-Star Kingsley Coman wurde so stark abgefälscht, dass der Ball an beide Pfosten prallte und womöglich über die Linie ging.
Beim Spiel war keine Torlinientechnik im Einsatz – und der Unparteiische entschied sich nach Absprache mit dem Videoschiedsrichter, das Tor nicht zu geben. Eine Entscheidung, mit der die Franzosen nicht einverstanden sind.
„Die UEFA hat eine Menge Geld, aber sie schaffen es nicht klar darzustellen, ob das jetzt ein Tor war oder nicht“, schimpfte Atlético-Madrid-Star Antoine Griezmann über die Aktion. Trainer Didier Deschamps stimmte seinem Offensivspieler zu und meinte, dass der VAR zu 99 Prozent gewusst habe, dass es ein reguläres Tor gewesen sei.
Deschamps: Bedaure schon dass es auf internationaler Ebene passiert
„Ich bedaure schon, dass wir auf internationaler Ebene sind. Die gleiche Aktion kann auch in einem für die Qualifikation relevanten Spiel passieren. Dass es dann keine Torlinientechnik gibt, kann ich nicht nachvollziehen. Warum gibt es die nicht? Weil es zu teuer ist?“, regte sich Deschamps bei TF1 auf.
Weiter sagte der Nationaltrainer Frankreichs, dass es nicht mit den Anforderungen des Spitzenfußballs vereinbar sei und man glücklich sein könne, dass es bis auf den Verlust von Siegprämien und die Nicht-Sicherstellung des ersten Platzes in der FIFA-Rangliste keinerlei Auswirkungen hatte.
Eine ähnliche Situation gab es bereits im letzten WM-Gruppenspiel zwischen Frankreich und Tunesien, bei der Griezmann in der Nachspielzeit zum 1:1 getroffen hatte. Dieses Tor wurde ebenfalls durch den VAR aberkannt. Dies veranlasste den Verband dazu, das Ergebnis bei der FIFA anzufechten – jedoch ohne ernsthafte Folgen.