Er ist bei Bundesliga-Fans berühmt, berüchtigt – und bei vielen unbeliebt. Nun steht der Kölner Keller, in dem die Video-Schiedsrichter sitzen und alle Schiedsrichter-Entscheidungen in der Bundesliga überwachen, vor dem Aus, beziehungsweise einem Umzug.
In Zukunft sollen die Entscheidungen nicht mehr in Köln, sondern in Frankfurt überprüft werden, dem Standort von DFL und DFB. Der wahrscheinlich berühmteste Keller im Kölner Stadtteil Deutz soll nun Geschichte sein. In absehbarer Zeit müssen alle Bildschirme, Headsets und Co. die Reise nach Hessen antreten.
Ab der Bundesliga-Saison 2026/27 sollen nun alle strittigen Elfmeter-, Abseits- und Foulentscheidungen in Frankfurt überprüft und gegebenenfalls berichtigt werden. Das hatte der Kicker am Mittwochmorgen berichtet.
Mehr Platz in Frankfurt auf dem DFB-Gelände
Die Gründe für den Umzug waren simpel: In Frankfurt steht den Video-Schiedsrichtern mehr Platz zur Verfügung. Aus den aktuellen knapp 100 Quadratmetern, die in Köln zur Verfügung stehen, sollen ab 2026 deutlich mehr werden.
Die Videoschiedsrichter sollen auf dem Gelände des DFB unterkommen. Dabei sprach der Deutsche Fußball Bund von „großzügigeren Räumlichkeiten“ und einer überaus modernen Technik.
Der Umzug soll neben der räumlichen Vergrößerung auch noch einen weiteren Zweck erfüllen. Der so viel gescholtene VAR soll den Fans nahbarer gemacht werden.
Phantom Kölner Keller ist Geschichte
Schließlich galt das Phantom des Kölner Kellers immer als Mysterium. Der Keller war nur selten für Medienvertreter zugänglich. Das soll sich in Zukunft ändern. Besuche soll es in Zukunft häufiger geben, um den VAR transparenter zu machen.
Nach der 2. Runde im DFB-Pokal stehen einmal mehr die Schiedsrichter im Fokus – auch, weil es ausnahmsweise keinen Video-Assistenten gibt. Macht der VAR die Schiris schlechter?
Ein erster Schritt zu mehr Transparenz der Schiedsrichter-Entscheidungen durch Stadiondurchsagen wurde jüngst schon gemacht.
Ob es der Frankfurter Keller zu größerer Beliebtheit schafft, wird sich zeigen.