Als „inkompetent“ und „unfair“ hatte Fernando Alonso die Rennleitung um den Deutschen Niels Wittich nach dem Miami-GP als „inkompetent“ beschimpft – jetzt rudert der Formel-1-Star mit Verspätung zurück.
„Natürlich“ habe er sich bei den Verantwortlichen entschuldigt, teilte der Alpine-Fahrer nun mit, „besonders bei Mohammed“. Gemeint ist Mohammed bin Sulayem, der mächtige Präsident des Weltverbandes FIA. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)
Mit ihm habe er in Monaco ein klärendes Gespräch geführt – oder war‘s eher eine Kopfwäsche vom Oberboss, der nicht unbedingt begeistert sein dürfte, wenn ein prominenter Fahrer eine von ihm ausgewählte Schlüsselfigur des Betriebs öffentlich als überfordert darstellt?
Der Rennstall Alpine präsentiert sein neues Auto für die Formel-1-Saison 2022. Mit dem neuen Partner BWT kommt auch die pinke Lackierung wieder zurück in den Motorsport.
Alsonso stellt es so dar: „Wir sind gut befreundet und ich vertraue ihm sehr, was seine Leitung des Weltverbands angeht und die Änderungen, die er umsetzt. Ich unterstütze ihn da vollkommen.“ (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)
Fernando Alonso kritisierte Niels Wittich scharf
Vor einigen Wochen klang das noch dezidiert anders, speziell mit Blick auf Wittich, dem Alonso persönlich ein dezidiert schlechtes Zeugnis ausstellte: „Wir brauchen jemanden, der sich mit dem Rennfahren auskennt, bevor er Rennleiter wird. Und ich glaube nicht, dass dieses Wissen und Know-how im Moment vorhanden ist.“
Alonso nannte Wittichs Namen nicht, aber es war klar, wen er meinte, da der Deutsche bis dahin alle Saisonrennen geleitet hatte, ehe der Portugiese Eduardo Freitas ab Barcelona übernahm.
Freitas und Wittich – vor der F1 bei der DTM und dem ADAC GT Masters aktiv – hatten vor der Saison den umstrittenen und durch das Chaos-Finale 2021 diskreditierten Michael Masi abgelöst, unterstützt werden beide von Herbie Blash, der einstigen rechten Hand von Masis legendärem Vorgänger, dem 2019 verstorbenen Charlie Whiting.
„Ich weiß, dass hier erstmals ein neuer Rennleiter im Einsatz ist“, hatte Alonso nach dem Streit in Miami in Bezug auf Wittich festgehalten: „Meiner Meinung nach hat Freitas aus der WEC und anderen Kategorien viel mehr Erfahrung auf höchstem Niveau. Und ich denke, dass das die Situation schon ein wenig verbessern sollte.“
Alonso spricht jetzt vom „Eifer des Gefechts“
Warum er nun ganz andere Töne anschlägt? Er habe nochmals über die Streitpunkte nachgedacht, berichtete Alonso: „Vielleicht sehe ich es nun ein bisschen anders. Sie haben in Miami ihre Arbeit gemacht. Und jetzt sehen wir die Sache vielleicht etwas anders als aus dem Auto heraus, im Eifer des Gefechts.“
Alonso hatte in Miami eine Zeitstrafe für das Abkürzen einer Kurve kassiert, was Alonso als Fehlentscheidung gegeißelt hatte. Mit mehr zeitlichem Abstand könne er den Standpunkt der Kommissare „jetzt nachvollziehen“, sagte nun und gibt sich kleinlaut: „Ich weiß, ich kann manches anders und besser machen.“ (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)
Schließlich sitzen doch alle im selben Boot, stellte Alonso klar. Man arbeite zusammen, „um die Show zu verbessern. Wir alle sind hier, um dabei zu unterstützen.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)
Alles zur Formel 1 auf SPORT1.de
- Alle News zur Formel 1
- Fahrerwertung Formel 1
- Teamwertung Formel 1
- Formel 1 Kalender
- Formel 1 Liveticker
- Formel 1 – Die Boliden für 2022