Der zurückgetretene Tyson Fury ließ es sich nicht nehmen, seine Meinung zum Duell der Beiden rauszuposaunen. „Das war einer der schlechtesten Schwergewichts-Kämpfe, den ich ja gesehen habe. Ich würde beide in einer Nacht fertig machen“, sagte er auf Instagram.
Dafür bekam der Gipsy King nun heftigen Gegenwind von dem Manager von Joshua.
„Tyson Fury ist ein Mensch, der ganz offen gesagt hat, dass er psychische Probleme und Kämpfe hatte. Dann sieht man einen weinenden Mann so groß und stark wie AJ, der über Jahre ein nettes Gesicht aufgesetzt hat und heute Nacht sowas gesagt hat, man hat Risse in seiner Rüstung gesehen“, verteidigte Eddie Hearn.
Eddie Hearn kritisiert Fury-Aussagen
Deswegen kritisierte er auch die Aussagen von Fury: „Wenn man also einen Menschen sieht, der durch diese mentalen Probleme gegangen ist und nun jemanden anstachelt, wenn sie am Boden sind und vernichtet sind, dann zeigt es, was für ein Mann er ist.“
Auch der ehemalige WBC-Cruiserweight-Champion Tony Bellew verteidigte Joshua für seinem bizarren Auftritt nach seiner Niederlage. „Bewerte einen Boxer niemals für sein Interview nach dem Kampf!“, schrieb er auf Twitter.
Zudem lobte Bellew den 32-Jährigen als „respektvoll, ehrlich und nett zu jedem“. Deswegen ist sich Bellew auch sicher, dass der Engländer zurückkommen werde.
Anthony Joshua verliert auch seinen zweiten Kampf gegen Oleksandr Usyk. Während er sich im Ring recht wacker schlägt, legt er nach dem Kampf einen bizarren Auftritt hin.
Joshua war nach dem Kampf in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen den neuen und alten Box-Weltmeister Usyk von seinen Gefühlen übermannt worden: Zunächst warf er zwei WM-Gürtel seines ukrainischen Gegners aus dem Ring, dann schnappte er seinem siegreichen Kontrahenten das Mikrofon weg und hielt eine wirre Rede.
Im Gespräch mit SPORT1 riet der frühere deutsche WM-Aspirant Axel Schulz Joshua nach der erneuten Niederlage zum Rücktritt.