Werder Bremens Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz hat die Zukunft von Trainer Horst Steffen offen gelassen. „Wir haben zehn Spiele nicht gewonnen, es ist natürlich klar, dass wir uns erst mal hinsetzen und das besprechen müssen“, sagte er nach dem 1:1 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach bei Sky.

Ein klares Bekenntnis zu Steffen vermied Fritz angesichts des Absturzes in die Abstiegszone auch auf Nachfrage. „Wir müssen das erst mal sacken lassen und dann analysieren wir das zusammen. Es ist wichtig, dass wir das erst mal für uns einordnen.“

Werder-Trainer Horst Steffen muss weiter um seinen Job bangen
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Fritz lobte die Mannschaft, dass sie nach dem Rückstand durch Haris Tabakovic (61.) nicht aufgegeben habe. Keke Topp erzielte den späten Ausgleich (90.+4).

„Es ist ein Punkt, der kann auch noch wichtig sein“, sagte Fritz, betonte jedoch: „Um da unten rauszukommen, brauchen wir natürlich mehr. Es ist eine schwierige Situation, da brauchen wir nicht drumrum reden.“

Bundesliga: Hamann glaubt nicht an Steffen-Zukunft

Horste Steffen selbst glaubt trotz der Negativ-Serie weiter daran auch beim nächsten Spiel in Freiburg auf der Trainerbank zu sitzen: „Bisher habe ich das Vertrauen von der Vereinsführung gespürt. Ich habe gesehen, wie die Mannschaft spielt und kämpft. Meine Einschätzung ist immer gut, ich habe eine gewisse Überzeugung.“

So überzeugt wie Steffen, zeigte sich Sky-Experte Didi Hamann nicht: „Ich musste gerade nochmal schauen, wie das Spiel überhaupt ausgegangen ist. Ich dachte, die hätten verloren, so wie der Clemens gesprochen hat. Natürlich bist du irgendwie enttäuscht, aber wenn du in der letzten Sekunde den Ausgleich schießt, dann bist du eigentlich euphorisiert und freust dich über den Punkt.“

„Das hört sich für den Trainer nicht gut an. Was man so oder so sagen kann: Hätte Bremen das Spiel verloren, wäre Horst Steffen morgen ziemlich sicher kein Trainer mehr gewesen. So wie er gesprochen hat, hörte es sich an, als wenn sie verloren hätten“, sagte Hamann.

Eine Entscheidung ist bei Werder Bremen noch nicht gefallen. Am kommenden Samstag (ab 15:30 Uhr im LIVETICKER) muss Werder beim SC Freiburg ran.

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)