FIFA-Präsident Joseph S. Blatter (79) ist drei Tage vor seiner wahrscheinlichen Wiederwahl „zuversichtlich“, in seine fünfte Amtszeit gewählt zu werden.

Der Schweizer erschien am Dienstag bestens gelaunt zum Strategie-Treffen der 35 Fußballverbände aus Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (CONCACAF). „Ich habe eine klare Botschaft an sie“, sagte Blatter vor dem Meeting. Es war sein erster öffentlicher Auftritt in der Wahl-Woche.

Am Freitag wählen die 209 FIFA-Mitglieder in Zürich den FIFA-Präsidenten. Einzig verbliebener Blatter-Herausforderer ist der jordanische Prinz Ali bin Al Hussein, dem so gut wie keine Chance eingeräumt wird, und der ebenfalls zu den Verbänden der CONCACAF-Region sprach. Der 39-Jährige vermied im Anschluss aber eine Stellungnahme („Ich spreche später.“).

Die CONCACAF-Verbände, die eineinhalb Stunden im Züricher Hotel Renaissance tagten, hatten Blatter schon im Vorfeld ihre große Unterstützung zugesagt. Im Anschluss deuteten Vertreter aus Curacao erneut eine Blockbildung pro Blatter an. CONCACAF-Chef Jeffrey Webb habe dafür die Richtung vorgegeben.

Blatter äußerte sich außerdem zur Kritik des von seiner Kandidatur zurückgetretenen Luis Figo am FIFA-System („Diese Wahl ist keine!“). „Er ist ein freier Mann und kann sagen, was er will“, sagte Blatter lächelnd.