Der Schweizer Slalom-Spezialist Ramon Zenhäusern schließt einen Rücktritt nach dieser Saison nicht aus. Nach zuletzt eher enttäuschenden Ergebnissen hinterfragt der Olympiasieger von 2018 seine sportliche Zukunft. So verpasste er sogar die Qualifikation für das Weltcup-Finale in Hafjell Ende März.
Daraus entstanden beim 33-Jährigen Rücktrittsgedanken. „Ich werde mich nach dieser Saison hinsetzen und genau überprüfen, welche Optionen es für mich noch gibt. Eine Option wird auch der Rücktritt sein“, verkündete er in der Schweizer Zeitung Blick.
Zenhäusern verpasst wieder interne Norm für Kaderverbleib
Der – gemessen an gewonnenen Weltcuprennen – zweiterfolgreichste Slalomfahrer der Schweiz hinter Daniel Yule liegt derzeit nur auf Rang 36 im Gesamtweltcup. Sein 24. Platz in Kranjska Gora am vergangenen Wochenende löste in ihm erneut Zweifel an seiner sportlichen Zukunft aus. „Im Training fahre ich regelmäßig besser Ski als in der erfolgreichsten Phase meiner Laufbahn“, sagte Zenhäusern. „Aber es gelingt mir derzeit einfach nicht, diese starken Trainingsleistungen im Rennen umzusetzen.“
Zenhäuserns Entscheidung wird dann vermutlich auch von internen Gesprächen beim nationalen Verband Swiss-Ski abhängen. Denn mit seinem derzeitigen Rang verpasst Zenhäusern erneut die internen Vorgaben, um in der nächsten Saison Teil des Kaders zu bleiben. Dafür müssen Athleten über 29 am Ende der Saison nämlich in den Top 30 der Welt landen.
Slalom-Chef Matteo Joris sprach sich jedoch bereits wie schon im vergangenen Jahr für einen Verbleib des Olympiasiegers im Kader aus: „Ich würde einen so routinierten Athleten wie Ramon nicht fallen lassen. Ich traue ihm zu, dass er im nächsten Winter noch einmal den Sprung auf das Podest schafft.“
Zenhäusern wird beim Saisonabschluss vermutlich im zweitklassigen Europacup in Saalbach/Hinterglemm an den Start gehen. Wie es danach für den 33-Jährigen weitergeht, steht noch in den Sternen.