Schon wenige Tage vor ihrem ersten großen Pay Per View des Jahres haben die Verantwortlichen des WWE-Rivalen AEW mit einem großen und folgenreichen Match für Gesprächsstoff gesorgt.

Bei der letzten Episode der TV-Show Dynamite vor dem Großereignis Revolution in der Nacht zum Montag gab es ein großes Leitermatch, an dessen Ende ein neuer Titel-Herausforderer gekürt wurde – und das zudem in einer angeblichen Kündigung mündete. (NEWS: Alle Neuigkeiten zum Thema WWE)

Powerhouse Hobbs mit großem Sieg – Eddie Kingston: „Ich kündige“

Im Mittelpunkt der Sendung stand das „Face of the Revolution Ladder Match“, bei dem acht Teilnehmer um eine Chance auf den TNT-Titel rangen – unter ihnen auch der maskierte junge Mexikaner Komander, der erstmals bei Dynamite zu sehen war.

Nachdem es eine Reihe von wilden Flugmanövern zu sehen gab, triumphierte am Ende Muskelpaket Powerhouse Hobbs, nicht ganz überraschend: Hobbs ist der Lokalmator in San Francisco, der Stadt, in der sowohl Dynamite als auch Revolution stattfinden. Mit einer Reihe von Videosegmenten, die seine schwierige Kindheit und Jugend thematisierten – unter anderem den Tod seines Bruders bei einer Schießerei – hatte AEW schon in den vergangenen Wochen und Monaten einen neuen Fokus auf Hobbs gelenkt.

Der 32-Jährige trifft beim nächsten Dynamite auf den Sieger des Revolution-Matches zwischen TNT-Champion Samoa Joe und dessen Erzrivale Wardlow.

Für zusätzliches Aufsehen sorgte im Anschluss an Dynamite ein Video-Segment, das zunächst nur über die sozialen Kanäle der Liga ausgestrahlt wurde: Eddie Kingston, einer der unterlegenen Konkurrenten Hobbs‘, kündigte in einem Backstage-Interview frustriert an: „Ich verlasse AEW!“

Kingston, dessen lange Karriere in den Independent-Ligen bei AEW spät groß aufgeblüht war, lieferte damit einen Paukenschlag, für den es allerdings eine naheliegende Erklärung gibt: Seine Karriere verlagert sich für den Moment offensichtlich in die Schwesterliga ROH.

Am heutigen Donnerstag beginnt bei ROH die Ausstrahlung einer neuen, wöchentlichen Streaming-Show auf deren Portal Honor Club: Bei den Tapings am Wochenende spielte Kingston eine Schlüsselrolle, forderte den amtierenden World Champion Claudio Castagnoli heraus.

Die Ergebnisse von AEW Dynamite am 1. März 2023:

AEW All-Atlantic Title Match: Orange Cassidy (c) besiegt Big Bill
Face of the Revolution Ladder Match: Powerhouse Hobbs besiegt Action Andretti, AR Fox, Eddie Kingston, Komander, Konosuke Takeshita, Ortiz, Sammy Guevara
Chris Jericho besiegt Peter Avalon
FTW Title Match: Hook (c) besiegt Matt Hardy
Riho besiegt Toni Storm
Tag Team Casino Battle Royale – Sieger: Danhausen & Orange Cassidy

Castagnoli und Kingston haben eine lange Vorgeschichte: Die beiden hatten vor Castagnolis WWE-Zeit eine große Fehde im Independent-Bereich, in der auch reale persönliche Spannungen zwischen den beiden eine Rolle spielen – die auch bei Castagnolis AEW-Debüt im Sommer thematisiert worden waren. (SPORT1-Interview: Claudio Castagnoli forciert Deutschland-Beben bei AEW)

Castagnoli knüpfte daran nun an, indem er Kingston als „Mann ohne Ehre“ bezeichnete, der nie ROH-Champion werden dürfte – er vertiefte damit die Andeutungen eines „Heel Turns“ in die Schurkenrolle. Das große Match zwischen Castagnoli und Kingston dürfte am 31. März bei der Show Supercard of Honor in Los Angeles steigen, dem AEW/ROH-Gegenprogramm zur WWE-Megashow WrestleMania am selben Wochenende in derselben Stadt.

AEW Dynamite – die weitere News und Highlights:

– Einen finalen Schub gab es bei Dynamite noch für die beiden zentralen Matches von Revolution: Die beiden in einem „Texas Death Match“ aufeinandertreffenden Erzrivalen Jon Moxley und Hangman Page wandten sich ein letztes Mal in intensiven Promo-Ansprachen aneinander, zum Abschluss der Show gab es zudem noch eine ähnlich emotionsgeladene Rede von Bryan Danielson, der am Sonntag den jungen World Champion MJF in einem 60 Minuten langen Iron Man Match fordert:

– Eine späte, aber erwartete Ergänzung der Revolution-Card gab es durch eine Herausforderung von Legende Christian Cage an seinen früheren, nun mit ihm verfeindeten Zögling „Jungle Boy“ Jack Perry. Der kürzlich aus einer längeren Verletzungspause zurückgekehrte Cage forderte den Sohn des verstorbenen Schauspielers Luke Perry heraus – explizit zu einem „Fight“ anstelle eines normalen Matches.

– In das Revolution-Lineup bugsierte sich auch noch das unorthodoxe Duo aus Orange Cassidy und Danhausen: Die beiden gewannen eine Casino Battle Royale und sind damit das dritte Herausforderer-Team in einem Vierkampf um die Tag-Team-Titel. Sie treffen auf die Champions Austin und Colten Gunn, die Ex-Titelträger The Acclaimed und das Veteranen-Duo Jeff Jarrett und Jay Lethal.