Fliegende Frisbees, Sumoringen und Beachhandball: Die World Games 2029 in Karlsruhe bekommen einen Mix aus Trend- und Traditionssportarten. Die vorläufige Liste gab der Weltverband IWGA am Samstag nach seinem Treffen in Lausanne bekannt. „Dieses Programm spiegelt die Vielfalt, die Innovationskraft und die globale Bedeutung unserer Bewegung wider“, sagte die neu gewählte IWGA-Präsidentin Anna Arschanowa (Russland).
Vom 19. bis 29. Juli 2029 empfängt Karlsruhe 4000 Athletinnen und Athleten aus mehr als 100 Ländern zu den World Games, die nach 1989 zum zweiten Mal in der Stadt ausgetragen werden. In Deutschland ist die Großveranstaltung der Sportarten, die nicht zum olympischen Programm gehören, erstmals seit 2005 in Duisburg wieder zu Gast.
Sportstaatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) meinte: „Die Vorfreude ist groß. In Karlsruhe wollen wir uns einmal mehr als professioneller und zuverlässiger Gastgeber präsentieren. Deutschland kann und will Sportgroßveranstaltungen – das gilt für die World Games genauso wie für die Olympischen und Paralympischen Spiele.“
Die Bewerbung für das Mega-Event 2036, 2040 oder 2044 läuft derzeit, mit wem der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) beim IOC ins Rennen geht, will er am 26. September entscheiden.
World Games setzen auf Nachhaltigkeit
In drei Jahren stehen zunächst die World Games an mit einer Programmauswahl, die laut dem Weltverband auf „Nachhaltigkeit und Emotionalität“ basiere.
„Es wird vorrangig auf Sportarten gesetzt, die in bestehenden Sportanlagen ausgetragen werden können, ergänzt um einige temporäre Sportstätten im Herzen der Stadt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Laufe des Jahres werde das komplette Sportprogramm festgelegt, dann kommen auch Para-Disziplinen hinzu.
Fest stehen bislang 30 Sportarten, darunter Flying Disc (Frisbeesport). Freuen dürfen sich die Zuschauer zudem wie bei den Spielen 2025 im chinesischen Chengdu wieder auf Beachhandball, Cheerleading und Squash, das 2028 in Los Angeles auch olympisch ist. Das Budget der Veranstaltung beträgt 120 Millionen Euro und damit deutlich weniger, als die deutschen Bewerber für Olympische Sommerspiele einplanen.