Alarmstimmung im Skilanglauf!
Rund anderthalb Monate vor dem Start der neuen Wintersportsaison wachsen aufgrund der gesunkenen Anzahl der Fernsehzuschauer die Sorgen von FIS-Präsident Johan Eliasch. (NEWS: Alles zum Langlauf)
„Es kann nicht angehen, dass wir Fernsehzuschauer verlieren“, klagte der Funktionär im Gespräch mit der norwegischen Zeitung Dagbladet und forderte: „Wir müssen handeln.“
Die TV-Zahlen bei der Übertragung von Langlauf hatten sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verschlechtert, wie ein Bericht der FIS aufdeckte.
FIS-Präsident fordert Umstrukturierung der TV-Rechte
Eliasch beharrt deshalb auf einem neuen Modell bei der Verteilung der TV-Rechte. Derzeit können die nationalen Skiverbände ihre Rechte selbst weiterverkaufen. Der Präsident will allerdings die volle Verantwortung in dieser Angelegenheit an die FIS übertragen. (SERVICE: Weltcup-Kalender)
„Wir werden dies so bald wie möglich tun. Darüber hinaus kann ich mich zum zeitlichen Aspekt nicht äußern“, erklärte Eliasch. Aktuell haben jedoch viele nationale Verbände die Vermarktung der TV-Rechte an das Unternehmen Infront übertragen. Einige Verträge sollen noch langfristig gültig sein.
Inspiration aus der Formel 1
Eliasch hat indes bereits bestimmte Maßnahmen im Kopf, die das Interesse der Zuschauer am Langlauf wieder steigern sollen. Wie Dagbladet berichtet, wurde der Schwede dabei unter anderem von der Netflix-Dokumentation „Drive to Survive“ inspiriert. Die Serie liefert ihren Zuschauern einen detaillierten Einblick in die Formel 1 und entwickelte sich zum Publikumshit.
„Wir können mehr Geld in die Formate investieren, wenn wir selbst die Rechte haben. All das bedeutet, dass wir unseren Sportlern mehr Preisgelder zahlen können“, führte Eliasch seine Pläne aus. „Unsere besten Athleten verdienen in einem Jahr so viel wie Djokovic oder Federer in einer Woche – das müssen wir ausgleichen.“