Nach Anton Tremmel beendet mit Sebastian Holzmann das nächste deutsche Ski-Ass seine Karriere. Dies ging am Montag aus einer Pressemitteilung des Deutschen Skiverbands hervor.
„Ich habe sehr hart gekämpft, um nach meinen Verletzungen wieder Rennen zu fahren. Denn das Rennfahren ist und bleibt meine größte Leidenschaft“, wird der 33 Jahre alte Slalomspezialist zitiert.
Allerdings habe Holzmann in den vergangenen Wochen festgestellt, „dass ich meinen Sport nicht mehr mit der letzten Konsequenz ausüben kann. Da das aber immer mein Anspruch war, ist es besser, aufzuhören und sich neuen Aufgaben zu widmen“.
Verletzungen durchkreuzten eine vielversprechende Karriere
Bei der WM 2023 in Courchevel hatte Holzmann völlig überraschend den fünften Platz im Slalom belegt, ohne zuvor jemals ein Top-Zehn-Ergebnis im Weltcup erzielt zu haben. In der Saison 2024/25 machte sich der 33-Jährige schließlich dazu auf, zur erweiterten Weltspitze zu stoßen. Eine Kreuzbandverletzung durchkreuzte allerdings seine Pläne.
„Das war es mit 24/25. Gerade bin ich von meiner Kreuzband-Operation aufgewacht. Kein Traum, sondern ein wahrgewordener Albtraum“, schrieb Holzmann, der insgesamt 17 Jahre zum DSV-Kader gehörte, damals.
„Der körperliche Schmerz hält sich in Grenzen, aber innerlich, innerlich geht’s mir aktuell nicht gut“, führte Holzmann aus und erinnerte sich an eine weitere Knieverletzung aus 2021: „Ich weiß von meiner letzten Verletzung, wie schwer es ist und dass dieser Schmerz nachlässt, aber dieses Mal ist es einfach schlimmer.“
Anerkennung für Holzmann: „Nie entmutigen lassen“
In der Saison 2025/26 kämpfte sich Holzmann dennoch zurück, feierte jedoch nur noch selten Highlights. Nur zweimal erreichte das Ski-Ass einen Platz unter den Top 30 und verpasste somit eine Teilnahme an den Olympischen Spielen.
„Sebastian war in den vergangenen Jahren mehrmals auf dem besten Wege, sich im Spitzenbereich des Slalomsports zu etablieren, ehe er durch schwere Verletzungen zurückgeworfen wurde“, zeigte DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier seine Anerkennung und betonte, Holzmann habe sich dennoch „nie entmutigen lassen“.
Die nächsten Monate wolle Holzmann nun dafür nutzen, sich neu zu orientieren: „Denkbar ist, eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen. In jedem Fall aber möchte ich mich im Skilehrwesen engagieren. Denn das Skifahren wird mich immer begleiten und Teil meines Lebens bleiben.“