Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, dann wird Ski-Legende Mikaela Shiffrin in den kommenden Wochen ihren sechsten Gesamtweltcup gewinnen. Im schwedischen Are steht das drittletzte Rennwochenende der Saison an, je ein Slalom und Riesenslalom – die Königsdisziplinen von Shiffrin.

Mit 125 Punkten Vorsprung auf die deutsche Emma Aicher geht die 30-Jährige ins Saisonfinale und könnte dort den Rekord der österreichischen Ski-Ikone Annemarie Moser-Pröll egalisieren, die in ihrer Karriere ebenfalls sechs große Kristallkugeln einheimste. Mit 166 Podestplätzen und 108 Einzelsiegen ist Shiffrin bereits jetzt die erfolgreichste Skifahrerin der Geschichte.

Mikaela Shiffrin steht kurz vor ihrem sechsten Gesamtweltcup
Mikaela Shiffrin steht kurz vor ihrem sechsten GesamtweltcupMikaela Shiffrin steht kurz vor ihrem sechsten Gesamtweltcup

„Wertloses Stück Scheiße“: Hass im Netz gegen Shiffrin

Doch der Erfolg birgt auch unschöne Seiten: Wie Shiffrin jüngst öffentlich machte, erhielt sie während der olympischen Winterspiele in Italien teils heftige Hasskommentare- und Nachrichten in den sozialen Medien.

Sie wurde dort etwa als „wertloses Stück Scheiße“ beschimpft, ein Nutzer meinte sarkastisch: „Es wäre so schade, wenn du dich verletzt und nie wieder Ski fahren kannst.“ Jemand anderes schrieb: „Bleib in Italien, du Schlampe.“

Ski-Königin musste sich regelmäßig übergeben

Im Gespräch mit dem Ex-NFL-Profi Pat McAfee erklärte Shiffrin, sie habe sich selbst in der Vergangenheit extremen Druck gemacht, vor allem nach den unglücklichen Winterspielen von Peking 2022.

Vor wichtigen Rennen musste sie sich regelmäßig übergeben. Zwischenzeitlich verordnete sie sich selbst sogar eine Social-Media-Pause. In Cortina D‘Ampezzo gewann Shiffrin dann im Februar die Olympia-Gold-Medaille im Slalom – mit eineinhalb Sekunden Vorsprung.