Skirennläuferin Emma Aicher hat bei den Weltcup-Rennen im norwegischen Kvitfjell einen weiteren Coup verpasst. Beim tückischen Super-G auf der Olympiastrecke von 1994 schied die 21 Jahre Allrounderin aus.
Am Tag zuvor hatte Aicher in der zweiten Abfahrt den ersten Weltcupsieg ihrer Karriere gefeiert. Im ersten Rennen der alpinen Königsdisziplin war sie als Zweite zum ersten Mal in ihrer Karriere auf das Podest gefahren.
„Heute war ein neuer Tag, ich habe es nicht so gut gemacht“, sagte Aicher im ZDF, nahm den Ausfall aber wie üblich sehr gelassen zur Kenntnis: „Passiert halt. Abhaken, draus lernen und es beim nächsten Mal besser machen.“
Rebensburg: „Brauchst Erfahrung“
„Das war leider ein sehr fehlerbehafteter Lauf“, analysierte die Expertin und ehemalige Top-Athletin Victoria Rebensburg, die ergänzte: „Für den Super G brauchst du Erfahrung.“ Diese fehle bei Aicher noch.
Sehr gut macht es weiter die Italienerin Federica Brignone. Die 34 Jahre alte Weltmeisterin im Riesenslalom fuhr auf dem Olympiabakken zu ihren bereits achten Saisonsieg. Sie gewann dabei knapp vor Olympiasiegerin Lara Gut-Behrami aus der Schweiz (+0,06 Sekunden) und ihrer Teamkollegin Sofia Goggia (+0,09). Kira Weidle-Winkelmann fuhr nach ihrem Sturz am Vortag auf Rang zehn im Zwischenklassement (+0,66).
Brignone baute durch ihren Sieg ihre Führung im Gesamtweltcup auf 251 Punkte vor Gut-Behrami aus. Im Super-G-Weltcup verkürzte sie ihren Rückstand auf die Schweizerin auf 55 Punkte.