Titelverteidiger Josef Ferstl kämpft vor dem Super-G am Freitag (11.30 Uhr) in Kitzbühel mit Problemen, stellt sein Können aber nicht grundsätzlich infrage.
„Ich kann Skifahren“, sagte der 31-Jährige am Donnerstag bestimmt, „aber es muss von oben bis unten passen.“ Weil das zuletzt nicht der Fall war, gehört Ferstl diesmal zu den Außenseitern – und wegen seiner ungünstigen Startnummer 1.
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Diese hatte er zwar auch bei seinem größten Triumph auf der berühmt-berüchtigten Streif vor zwölf Monaten, „aber das war ein perfekter Tag, da ist alles für mich gelaufen“, sagte er.
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In dieser Saison ist das bislang nicht der Fall, obwohl Ferstl mit den ordentlichen Plätzen 14 und 24 in Lake Louise trotz eines Handbruchs so gut startete „wie noch nie“. Danach, erzählte er in Kitzbühel, habe sich die Krise über schlechte Ergebnisse und mit ein bisschen Pech „eingeschlichen – und schon hängt man in der Scheiße“.
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Ferstl, ergänzte Alpindirektor Wolfgang Maier, habe mit seinem neuen Servicemann lange um ein passendes Material-Setup gerungen. In diesem Bereich sei aber eine Lösung gefunden, meinte Cheftrainer Christian Schwaiger. „Ich befinde mich auf dem Weg, mich wieder an die Spitze heranzukämpfen, aber man muss nicht gleich wieder Wunder erwarten“, sagte Ferstl, der sich als „sehr sensiblen“ Rennfahrer bezeichnete: „Wenn Kleinigkeiten nicht passen, läuft es nicht.“
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Ausgerechnet Kitzbühel soll dem Sohn des zweimaligen Streif-Siegers Sepp Ferstl die Wende bringen. „Ich habe gute Erinnerungen, die kann ich mir herholen“, sagte er. Unterstützung erhält Ferstl vor Ort von Ehefrau Vroni und seinen beiden Kindern. Und eine Taktik hat er auch parat: „Ich muss einfach wieder attackieren, mich in die Schwünge reinarbeiten, Gas geben – vor allem da runter. Dann fühle ich mich sicher.“
Neben Ferstl (Hammer) gehen für den Deutschen Skiverband (DSV) Thomas Dreßen (Mittenwald), Andreas Sander (Ennepetal) und Dominik Schwaiger (Königssee) in den Super-G. Den letzten Startplatz erhielt der gebürtige Österreicher Romed Baumann (Kiefersfelden).