Die deutschen Kombinierer dürfen zum Abschluss des Heim-Weltcups in Oberstdorf noch auf eine Podestplatzierung hoffen. Im letzten Compact-Race der Saison bei den Männern liegt Manuel Faißt (Baiersbronn) als bester DSV-Starter nach dem Springen von der Schattenberg-Normalschanze zwar nur auf Platz neun, er startet aber mit nur 24 Sekunden Rückstand auf den dritten Rang in den 10-km-Skilanglauf (14.15 Uhr).
Von den Plätzen elf bis 13 starten David Mach (+40 Sekunden), Vizeweltmeister Julian Schmid (+42) und Terence Weber (+44), Pyeongchang-Olympiasieger Johannes Rydzek ist in seinem Heimatort 19. (+56). Peking-Olympiasieger Vinzenz Geiger liegt zwar nur auf Platz 26, darf angesichts des „gedeckelten“ Rückstands im Compact-Format aber noch nach vorne blicken. Geiger startet mit 1:15 Minuten Rückstand ins Rennen, nach dem gewohnten Gundersen-Modus wären es 1:56.
In Führung liegt der Norweger Jarl Magnus Riiber, der am Samstag seinen 62. Weltcupsieg gefeiert hatte, vor dem Österreicher Johannes Lamparter, der sechs Sekunden nach ihm starten wird. Dritter ist dessen Landsmann Thomas Rettenegger (+12).
Bei den Frauen geht Svenja Würth von Position vier (+0:12) in den 5-km-Langlauf (12.00 Uhr), Vizeweltmeisterin Nathalie Armbruster ist 15. (+0:48). In Führung liegt ein norwegisches Trio um Vortagessiegerin Mari Leinan Lund.
Der „Compact“-Wettbewerb wird in dieser Saison erstmals im Weltcup ausgetragen, seine Premiere hatte er beim ersten Saisonrennen in Kuusamo. Anders als bei der gewohnten Gundersen-Methode werden die Sprung-Punkte nicht in Sekunden-Abstände umgerechnet. Stattdessen gehen die Athletinnen und Athleten entsprechend der Sprung-Platzierungen mit fixen und vorher festgelegten Abständen ins Rennen. Auch ein überlegener Sprungsieger hat damit nur sechs Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten.