David Zobel mangelt es offensichtlich nicht an Selbstironie. Auf Instagram verkündete der deutsche Biathlet sein vorzeitiges Saisonende mit den Worten: „Wie beschissen kann ein Saisonende sein? (Antwort von Saison 2025/2026) Ja“.
Grund für die vorzeitige Entscheidung sei seine schlechte Laufform bei den letzten beiden Weltcup-Stationen in Kontiolahti und Otepää gewesen. „Am Schießstand lief es gut, aber leider konnte ich läuferisch nicht mehr an die Leistungen von Oberhof und Ruhpolding anknüpfen“, schrieb er auf Instagram.
Für das Saisonfinale in Oslo am nächsten Wochenende fühlt er sich derzeit einfach nicht bereit: „Im Moment bin ich sehr bedient und muss mein bescheidenes Saisonende trotz einer meiner besten Saison erstmal verarbeiten…“
Zobel startet stark und lässt dann stark nach
Trotz der enttäuschenden Ergebnisse der letzten Wochen findet Zobel noch einmal nette Worte für seine Unterstützer: „Ein großes Danke geht mal wieder an die Zobel-Ultras raus, die sogar in Otepää parat sind und mich unterstützen, obwohl ich als letzter Starter ins Rennen gehe! An solchen Tagen ist der Support für mich sogar noch deutlich wertvoller! Danke, danke, danke.“
Der 29-Jährige startete hoffnungsvoll in die aktuelle Saison. Bei den beiden deutschen Weltcup-Stationen in Ruhpolding und Oberhof lief er in vier Einzelrennen ganze drei Mal unter die besten 15. Bei den Olympischen Spielen in Italien erreichte er in drei von vier Rennen die Top 25. Danach war jedoch die Luft komplett raus. In Kontiolahti war ein 35. Platz im Einzel das beste Ergebnis des Wochenendes. Und auch in Otepää kam er nicht über den 38. Platz hinaus.
Trotz dieser enttäuschenden letzten Wochen ist Zobel derzeit der viertbeste deutsche Biathlet im Gesamtweltcup. Vor den Abschlussrennen in Oslo belegt er den 26. Platz. Besser sind nur Philipp Nawrath, Philipp Horn und Justus Strelow.