Bundestrainer Uros Velepec war nach dem furiosen Auftakt der Biathleten in Oberhof erleichtert. Nein, nicht nur der Sieg im Sprint von Benedikt Doll sorgte für beste Laune beim Slowenen: „Ich hatte einen Deal mit unseren Athleten: Ich habe gesagt, wenn es drei von ihnen im Sprint unter die besten zehn schaffen, ziehe ich für die Verfolgung meine Unterhose oben drüber – so wie Superman.“
Doch Velepec hatte Glück. „Aber dann war Philipp Nawrath als Drittbester halt nur Elfter. Wie schade, ich hätte mich gefreut“, sagte der 56-Jährige mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
Für Doll war es bereits der zweite Sieg in Folge über die 10 Kilometer – und der perfekte Startschuss zur Party im Thüringer Wald. „Benni hatte gestern schon gesagt, dass er alle Szenarien gecheckt habe, er werde ganz oben stehen“, sagte Velepec: „Ich habe ihm geglaubt – und er hat geliefert.“
Für die deutschen Männer geht es bereits am Samstag in der Arena am Rennsteig weiter. Auch in der Verfolgung (12.25 Uhr/ARD und Eurosport) sind die Chancen auf ein weiteres Erfolgserlebnis gut. Ob Velepec dabei wieder auf eine kuriose Wette setzen wird, verriet er nicht.