Biathlon-Weltmeisterin Franziska Preuß kann die Frage nach ihrer Anführerinnenrolle im Weltcup-Team der Frauen nicht mehr hören.

„Ganz ehrlich: Das nervt mich ein bisschen, denn das ist ein Medien-Ding“, sagte die 29-Jährige bei Eurosport.de und ergänzte: „Für uns sechs, die im Weltcup starten, spielt die Frage nach einer Anführerin nicht die geringste Rolle.“

Biathlon: Preuß‘ Erfolg gibt dem Team Auftrieb

Preuß hat nach ihren gesundheitlichen Problemen im vergangenen Winter zuletzt ein erfolgreiches Comeback gefeiert und zeigte direkt wieder Top-Leistungen: Trotz des verpassten Rennwochenendes in Hochfilzen aufgrund einer Corona-Infektion steht sie im Gesamtweltcup auf einem aussichtsreichen fünften Platz.

Im Jahr 1 nach dem Rücktritt von Denise Herrmann-Wick gab das Preuß-Märchen auch dem gesamten Team Auftrieb,

„Ob es noch mal nach ganz vorne reicht – mal sehen“, bremste Preuß die Euphorie: „Aber es bleibt eine große Motivation für mich anzugreifen.“ Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich beim Heimweltcup in Oberhof, der für die Frauen am 5. Januar mit dem Sprint beginnt, Im Februar folgt dann die WM in Nove Mesto.