Enttäuschung für Denise Herrmann-Wick!

Nachdem die beste deutsche Biathletin am Vortag in Annecy-Le Grand Bornand noch Dritte im Sprint geworden war, musste sich im Verfolgungsrennen beim Sieg der Schwedin Elvira Öberg mit Platz sieben zufriedengeben.

Im Interview äußerte die Olympiasiegerin danach Kritik an der Beschaffenheit der Strecke.

„Es war sehr schwierig, überhaupt Grip zu bekommen. Das hat man bei den Männern ja auch schon gesehen. Man ist eigentlich dauerhaft weggerutscht“, sagte die Sächsin in der ARD.

Herrmann-Wick: „Es hätte mich fast in den Bach gelegt“

Man habe sich gut auf die Bedingungen einstellen müssen, so Herrmann-Wick weiter: „Das war in den Kurven ziemlich gefährlich. Einmal hat‘s mich schon fast in den Bach gelegt. Auf der Schlussabfahrt hat‘s mich auch fast nochmal geschmissen.“

Weil sie wusste, dass sie mit dem Material auf der eisigen Strecke Probleme haben würde, hat sie immer wieder versucht, auf der Außenspur mit Grip zu bekommen.

Auch Johannes Thingnes Bö hatte zuvor große Probleme mit seinen Ski und fiel im Verfolger der Männer von Platz eins noch auf Platz drei zurück.

Preuß nach Aufholjagd in Top Ten

Herrmann-Wick hatte allerdings nicht nur in der Loipe mit Problemen zu kämpfen, sondern auch am Schießstand. Insgesamt drei Schießfehler waren zu viel, um den Podestplatz vom Freitag zu wiederholen.

Im Ziel hatte sie einen Rückstand von 1:57,8 Minuten auf die fehlerfreie Siegerin Öberg. Zweite wurde die Italienerin Lisa Vittozzi (2 Strafrunden/20,4 Sekunden) vor der Gesamtweltcupführenden Julia Simon (3/+46,9) aus Frankreich.

Hoffnungsträgerin Franziska Preuß (2/+2:37,6) schnappte sich nach ihrem verspäteten Saisoneinstieg als Zehnte die halbe Norm für die Heim-WM in Oberhof. Auch Vanessa Voigt (2/+3:21,2) mit Rang 17 und Sophia Schneider (3/+3:35,8) auf Position 24 verbesserten sich nach durchwachsenem Sprint.

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mit Sport-Informationsdienst (SID)