Was für ein Husarenstück von Erik Lesser!
Der deutsche Biathlet ist in der Verfolgung von Kontiolahti von Rang zwölf auf zwei vorgelaufen. (DATEN: Alle Biathlon-Rennen im LIVETICKER)
Beim Sieg des Franzosen Quentin Fillon Maillet brachte er alle 20 Schüsse ins Schwarze und überholte auf der Schlussrunde noch drei Kontrahenten, darunter starke Läufer wie Lukas Hofer und Emilien Jacquelin.
Der Italiener komplettierte das Podest, Jacquelin musste sich mit Rang vier begnügen, nachdem er zwischenzeitlich mit seinem Landsmann um die Führung gekämpft hatte.
Auch Rees und Doll stark
Lesser (+8,2 Sekunden) setzte sich im Zielsprint knapp vor dem Hofer (1/+8,8) durch. „Dass ich in der letzten Runde gegen Jacquelin, Hofer und Christiansen bestehen konnte, habe ich mir nicht gedacht“, sagte er im ZDF: „Ich bin heute mehr als stolz auf mich selbst.“
Zum Auftakt der vergangenen Saison hatte Lesser im Einzel in Kontiolahti als Dritter zum bislang letzten Mal auf dem Podium gestanden, in Finnland hatte er sich 2015 zudem zum Doppel-Weltmeister in Staffel und Verfolgung gekrönt. (DATEN: Weltcup-Stände im Biathlon)
Roman Rees (1/+1:11,1 Minuten) wurde Neunter, Benedikt Doll als Elfter (2/+1:16,4), Philipp Nawrath (4/+1:17,1) und Sprint-Dritter Johannes Kühn (4/+1:22,4) direkt dahinter rundeten ein ausgezeichnetes Mannschaftsergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV) ab.
Lesser unterstütz Ukraine mit großer Geste
Am Donnerstag und Freitag geht es in Otepää mit jeweils einem Sprint-Rennen weiter, danach stehen in Estland ein Massenstart sowie eine Mixed- und Single-Mixed-Staffel auf dem Programm.
Der lange Olympia-Winter wird in Oslo am legendären Holmenkollen (17. bis 20. März) abgeschlossen. (DATEN: Weltcup-Kalender der Biathlon-Saison)
Lesser wird seine Karriere nach der laufenden Saison beenden. Am Samstag hatte er damit für Aufsehen gesorgt, dass er seinen Instagram-Account der ukrainischen Biathletin Anastasiya Merkushyna zur Verfügung gestellt hatte, damit diese über die Folgen des Krieges in ihrem Heimatland berichten kann.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)