Als Cene Prevc zum Start der Vierschanzentournee in Oberstdorf nach der Landung stürzte, gingen die Diskussionen los.
Prevcs Ski hatte sich in den Schnee gebohrt, woraufhin der 25-Jährige spektakulär zu Boden ging. (Vierschanzentournee: Gesamtwertung)
Die Ursache für den Sturz liegt für den früheren deutschen Bundestrainer Werner Schuster am Ski-Modell von Prevc. (Vierschanzentournee: Neujahrsspringen in Garmisch heute 14 Uhr im LIVETICKER)
„Es ist immer wieder das gleiche: Man wartet so lange, bis etwas passiert, und dann schrecken alle auf“, sparte der Österreicher bei Eurosport nicht mit Kritik.
Das ist das Problem mit dem Prevc-Ski
Was Schuster meint: Der Sprung-Ski der Firma Slatnar ist an der Spitze deutlich abgeflacht, um dem Athleten mehr Tragfläche zu bieten. Das hat allerdings den Nachteil, dass er bei der Landung leichter im Schnee versinkt.
„Ich würde mich als Springer nicht wohlfühlen, wenn ich jetzt oben stehe und sehe, mein Markenkollege ist eingestochen“, meinte Schuster.
Peter Slatnar, Chef-Entwickler der Ski-Marke, konterte nun Schusters Worte. „Dort, wo Cene gelandet ist, war der Schnee sehr weich und darunter hart. Wenn die Bedingungen so sind, kann das allen Athleten Probleme machen, und nicht nur denen, die unsere Skier springen“, erwiderte der Slowene bei skispringen.com
Und weiter: „Wenn Werner sagt, dass es vorhersehbar war, dann ist das seine Perspektive. Ich denke, so etwas kann immer passieren.“
Prevc hatte sich übrigens schnell von seinem Sturz erholt. In Oberstdorf sprang er nach seinem Sturz als 14. ins Finale, im Springen belegte er dann allerdings nur den 27. Platz.