Linus Ullmark gelingt, wovon jeder Eishockey-Goalie wohl träumen dürfte.
Der Schwede erzielte beim 3:1-Sieg den dritten Treffer seiner Boston Bruins und sorgte damit für die Entscheidung gegen die Vancouver Canucks. „Es ist einer meiner Träume, dass ich immer ein Tor schießen wollte, und jetzt hatte ich die Gelegenheit“, zeigte sich der 29-Jährige bei ESPN nach dem Match begeistert und fügte hinzu: „Ich habe es beim Winter Classic versucht, nicht wirklich geschafft, und jetzt hat alles gepasst.“
Auf der Spieluhr standen noch 58 Sekunden im dritten Drittel, als Ullmark den Puck auf den Schläger bekam und das Spielgerät über das komplette Spielfeld ins leere Tor der Gastgeber beförderte. Diese hatten kurz zuvor ihren Torhüter Arturs Silvos vom Eis genommen, um mit dem sechsten Spieler die Schlussoffensive einzuleiten.
Diese Bemühungen hatte Ullmark mit seinem Sensationstreffer zunichte gemacht. Zugleich hat er damit einen elitären Kreis betreten. Er ist erst der 13. Torhüter überhaupt, der in der NHL-Geschichte einen Treffer erzielen konnte. Zuletzt gelang dieses Kunststück Pekka Rinne. Der Finne erzielte am 9. Januar 2020 für seine Nashville Predators den 5:2-Endstand gegen die Chicago Blackhawks.
Aber Ullmark war nicht nur als Torschütze für sein Team da, auch in seiner Kernkompetenz glänzte er und hielt den Sieg mit 26 Saves fest.
Damit ist Boston weiterhin das beste Team der NHL. Mit 45 Siegen aus 58 Spielen grüßt das Team von Coach Jim Montgomery als bestes Team der kompletten Liga von der Tabellenspitze.