Steve Kerr hat nach dem bitteren Play-in-Aus der Golden State Warriors in der NBA seine Zukunft offen gelassen. Nach der 96:111-Niederlage gegen die Phoenix Suns erklärte der 60-Jährige, dass „diese Jobs alle ein Verfallsdatum haben“ und er zunächst Abstand gewinnen wolle.

Kerr kündigte an, sich ein bis zwei Wochen Bedenkzeit zu nehmen, ehe Gespräche mit Besitzer Joe Lacob und General Manager Mike Dunleavy folgen. Sein Vertrag läuft aus, eine vorzeitige Verlängerung hatte er bewusst nicht angestrebt.

Steve Kerr lässt seine Zukunft offen
Steve Kerr lässt seine Zukunft offen Steve Kerr lässt seine Zukunft offen © IMAGO/ZUMA Press Wire

„Ich weiß nicht, was passieren wird“, sagte Kerr: „Es gibt eine Phase, in der alles läuft. Und wenn sie endet, ist es manchmal Zeit für frisches Blut und neue Ideen.“

NBA: Emotionale Szene zwischen Kerr, Curry und Green

Gleichzeitig betonte er, wie dankbar er für die Chance sei, Stephen Curry, Draymond Green und „diese ganze Gruppe“ trainiert zu haben. Kurz vor dem Spielende kam es zwischen den drei Hauptprotagonisten der so erfolgreichen Warriors-Dynastie zu einer emotionalen Szene.

In den Schlusssekunden nahm Kerr Curry und Green vom Feld, umarmte beide und sagte: „Ich weiß nicht, was als Nächstes passiert, aber ich liebe euch.“

Curry, dessen Vertrag noch eine Saison läuft, zeigte sich offen für Gespräche über eine vorzeitige Verlängerung im Sommer. Zudem betonte, er, dass er gerne weiter mit seinem Trainer zusammenarbeiten würde. Das wichtigste sei aber, dass Kerr „glücklich“ sei und an sich als richtigen Coach glaube.

Auch für Green wird es definitiv weitergehen. Er stellte nach seinem 14. NBA-Jahr klar, dass er nicht an ein Karriereende denke. Der 36-Jährige besitzt eine Player-Option über 27,6 Millionen Dollar für die kommende Saison.

Warriors-Dynastie verblasste zuletzt

Ob Steve Kerr dann noch Trainer seiner langjährigen Schützlinge ist, bleibt offen. Mit Kerr an der Seitenlinie gewannen die Warriors vier NBA-Titel und prägten eine Ära. Doch der Kern ist in die Jahre gekommen, aus dem Contender wurde zuletzt ein Team, das nicht mehr sicher die Playoffs erreicht.

Gegen Phoenix war im entscheidenden Play-in-Spiel Schluss. Jalen Green führte die Suns mit 36 Punkten zum 111:96-Erfolg, Devin Booker steuerte 20 Zähler bei. Golden State verpasste damit den Einzug in die Playoffs.

Eine Sache steht aber trotz des bitteren Aus fest. Kerr wird nicht innerhalb der NBA wechseln. Das schloss der Erfolgstrainer aus: Er würde „niemals von Steph weggehen“. Ob das Kapitel in der Bay Area weitergeht, ist dennoch offen.

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