Miami Heat benötigt im Play-off-Halbfinale der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA nur noch zwei Siege zum Einzug in die Endspiele.

Der frühere Titelgewinner gewann auch das zweite Match der Best-of-seven-Serie bei Rekordchampion Boston Celtics nach einer beeindrucken Aufholjagd und 27 Punkten seines Stars Jimmy Butler 111:105.

In den nächsten beiden Begegnungen hat das Team aus Florida mit einer 2:0-Gesamtführung im Rücken ab Sonntag Heimrecht. Miami wartet seit zehn Jahren auf seinen vierten NBA-Triumph und stand zuletzt 2020 im Finale (2:4 gegen die Los Angeles Lakers).

Wie schon beim 123:116-Auftakterfolg am vergangenen Mittwoch ebenfalls in Boston avancierte Butler zum Matchwinner der Gäste. Der von einer Sprunggelenkverletzung genesene Guard übernahm nach einem Elf-Punkte-Rückstand seines Teams zu Beginn des letzten Viertels das Kommando auf dem Parkett.

Butler mit kurioser Liebeserklärung

Mit neun Zählern hatte Butler, der im Viertelfinale mit seinen Kollegen die New York Knicks und Nationalspieler Isaiah Hartenstein aus dem Wettbewerb geworfen hatte, in der Schlussphase maßgeblichen Anteil an Miamis entscheidenden 20:9-Lauf.

„Wir haben einige Hunde in unserer Mannschaft, und ich liebe alles an ihnen. Wir geben niemals auf und lieben es, zusammen zu spielen. Wir haben einen sehr großen Glauben an uns selbst und vertrauen einander zutiefst“, erklärte Butler nach Spielende.

Rebound-Monster Adebayo auf LeBrons Spuren

Doch nicht nur Butler hatte entscheidenden Anteil am zweiten Heat-Sieg in dieser Serie. Auch Bam Adebayo zeigte sich von seiner besten Seite und steuerte neben 22 Punkten auch noch bärenstarke 17 (!) Rebounds zum Sieg bei. Es war das 23. Double-Double des Centers im Heat-Trikot. Lediglich Superstar LeBron James hat mit 31 Double-Doubles eine bessere Quote für das Team aus Florida.

Im Lager von Vizemeister Boston, dem 34 Punkte von Jayson Tatum nicht zum 1:1-Ausgleich in der Serie genügten, herrschte unterdessen großer Unmut angesichts der verspielten Führung.

„Am Ende kommt es auf die Details und kleinsten Kleinigkeiten an, denn in dieser Serie zählen Disziplin und Einstellung. Aber in einigen Phasen des Spiels waren wir keine diszipliniert spielende Mannschaft“, kritisierte Trainer Joe Mazzulla sein Team. Ausdrücklich führte der Coach den Einbruch seiner Spieler in der entscheidenden Phase auf „mentale Gründe“ zurück.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)