Das Duell zwischen den Los Angeles Lakers und den Dallas Mavericks in der NBA lieferte nicht nur aufgrund der großen Dramatik viel Diskussionsstoff.

Am Ende behielten die Texaner nach zweimaliger Overtime mit 119:115 die Oberhand. Das reine Ergebnis aber wurde schnell zur Nebensache. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)

In den Fokus der Kritik von beiden Seiten gerieten die drei Unparteiischen Josh Tiven, Tre Maddox und Suyash Mehta. Nicht ohne Grund, wie sich am Tag danach herausstellte.

Im obligatorischen Two-Minute-Report, mit dem die NBA seit 2015 bei jedem Spiel die Schiedsrichter-Entscheidungen der letzten zwei Minuten bewertet, wurden gleich sieben Fehlentscheidungen festgestellt.

Eine Fehlentscheidung pro 100 Sekunden

Der Zeitraum der Analyse erstreckte sich in dem Fall also über die letzten zwei Minuten der regulären Spielzeit sowie die beiden Verlängerungen von jeweils fünf Minuten. (DATEN: Alle Tabellen der NBA)

Im Schnitt gab es demnach eine Fehlentscheidung pro 100 Sekunden!

Geht es nach dem Report, hätte das Spiel womöglich schon nach der ersten Verlängerung entschieden sein müssen – zugunsten der Lakers. Denn LeBron James war 2,9 Sekunden vor Schluss beim Wurf von Christian Wood gefoult worden, wie es in dem Report heißt. Die Refs gaben keine Freiwürfe, das Spiel ging in die zweite Verlängerung.

Kurios: Die Szene, über die sich die Lakers am meisten aufgeregt hatten, wurde auch im NBA-Report als richtige Entscheidung der Refs bewertet. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit war Troy Brown Jr. nicht von Tim Hardaway Jr. gefoult worden. Die Lakers sahen es anders.

Doncic nicht nur benachteiligt

Auch die Mavericks fühlten sich von einigen Entscheidungen benachteiligt. Besitzer Mark Cuban bemängelte auf Twitter den vermeintlich fehlenden Respekt gegenüber seinem Superstar Luka Doncic. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA)

Doch auch der Slowene hatte einmal Glück mit einer Schiedsrichter-Entscheidung. Seine Aktion nach dem nicht gepfiffenen Foul an James gegen Lakers-Profi Wenyen Gabriel hätte nach offizieller Einschätzung der NBA auch einen Foulpfiff zur Folge haben müssen.

Der blieb aber aus. Die Mavs gewannen. Die Verlierer des Abends waren aber nicht nur die Lakers, sondern vor allem auch die Referees.

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