Erleben wir Barack Obama bald in der NBA?
Geht es nach Bill Simmons, Gründer des Online-Portals The Ringer, könnte man den ehemaligen US-Präsidenten vielleicht bald im Footprint Center der Phoenix Suns auf der Tribüne sehen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur NBA)
In einem Gespräch mit Charles Barkley brachte der 53-Jährige den Namen des 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten ins Gespräch. Demzufolge soll Obama Teil einer Investorengruppe sein, die am Kauf der NBA-Franchise aus Arizona interessiert ist.
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„Die Geldleute würden Obama bestimmt gerne zum Gesicht der Investorengruppe machen. Das würde ihr ein cooles Gesicht geben“, erzählte er im Bill Simmons Podcast, wo die Suns-Legende Barkley zu Gast war.
Die Suns, die seit 1968 in der NBA spielen und aktuell zu den elf Teams gehören, die noch nie eine Meisterschaft feiern konnten, suchen nach zahlreichen Skandalen des bisherigen Besitzers Robert Sarver einen neuen Eigentümer.
Rassismus und Frauenfeindlichkeit zwingen zum Suns-Verkauf
Wegen Rassismus und Frauenfeindlichkeit war Sarver im September von der Basketball-Profiliga für ein Jahr gesperrt und mit einer Geldstrafe von zehn Millionen Dollar belegt worden.
„In unserem derzeitigen unversöhnlichen Klima ist es schmerzlich klar geworden, dass alles Gute, das ich getan habe oder noch tun könnte, durch Dinge, die ich in der Vergangenheit gesagt habe, aufgewogen wird“, sagte Sarver, dem auch die Phoenix Mercury aus der Frauen-Profiliga WNBA gehören. (NEWS: Suns-Besitzer gibt auf)
Für Barkley selbst wäre Obama ein Grund, sich ebenfalls finanziell bei seinem Ex-Team zu engagieren. Seit die Suns zum Verkauf stehen, habe der fünfmalige All-Star zahlreiche Anrufe bekommen, „aber ich habe allen gesagt: ‚Leute, ich wurde gut bezahlt. Aber ich habe keine vier Milliarden einfach so rumliegen.‘ Das wäre wahrscheinlich der Preis, den man für dieses Team bezahlen müsste.“
Barack Obama? „Verdammt nochmal ja“
Als er jedoch von Simmons über das Obama-Interesse aufgeklärt wurde, zeigte sich Barkley doch noch offen für eine Teilhaberschaft. „Moment mal! Wenn mich Obama anruft, dann verdammt nochmal bin ich dabei“, antwortete er auf Simmons Frage. Und als dieser nochmal nachfragte, platzte es fast aus „Sir Charles“ heraus: „Wenn mich Obama anruft und fragt, ob ich ein Teilhaber des Teams sein will? Verdammt nochmal ja!“
Barack Obama war bereits während seiner Amtszeit im Weißen Haus als großer Basketball-Fan bekannt. Beim traditionellen Empfang der NBA-Meister im Weißen Haus griff auch Obama immer wieder zum Ball und zeigte seine Fähigkeiten. Dazu spielte er regelmäßig mit Mitarbeitern Basketball.
Obama feiert Nowitzkis Titel 2011
Unvergessen ist auch Dirk Nowitzkis Empfang nach der Meisterschaft 2011 mit den Dallas Mavericks. Nach einer Lobrede auf den Deutschen erlaubte sich Obama noch einen kleinen Seitenhieb auf dessen Gesangskünste: „Das Schmerzhafteste war wohl seine Version von ‚We are the Champions‘. Hatten Sie nicht gesagt, sie haben das geübt?“
Wenn der 61-Jährige wirklich bei den Suns als Mitbesitzer einsteigen sollte, kann er vielleicht selbst mal als Meister ins Weiße Haus fahren. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der NBA)