Ihr unfreiwilliger Wechsel von New York Liberty zu Toronto Tempo hat bei Nyara Sabally für gemischte Gefühle gesorgt. „Einerseits wollte ich natürlich in New York bleiben. Da habe ich mich wohlgefühlt, es war mein Zuhause. Aber andererseits ist es auch richtig geil, so eine Chance zu bekommen“, sagte die deutsche Basketball-Nationalspielerin im Interview mit dem Online-Portal basketball-world.news über ihren ersten Transfer in der Profiliga WNBA.

Sabally (26) war zuletzt im Rahmen des Expansion Draft an die erste kanadische WNBA-Franchise gegangen. Dort traf sie erneut auf die frühere Liberty-Cheftrainerin Sandy Brondello und deren Ehemann Olaf Lange, der die deutschen Frauen in diesem Jahr als Bundestrainer bei der Heim-WM betreuen wird. „Nachdem sich der erste Schock gelegt hatte, habe ich mich auch freuen können“, so Sabally, „ich verstehe es als Lob, ausgewählt zu werden – zumal sie (Brondello und Lange, d.Red.) mich auch in New York trainiert haben.“

Nachdem sie bei der Liberty von der Bank kam, soll die Verantwortung in Toronto wachsen. „Ich bekomme definitiv eine größere Rolle als in New York. Dort war es hinter JJ (Jonquel Jones) und Stewie (Breanna Stewart) ein bisschen schwer. Hier ist die Situation in der Breite eine andere. Wir sind nicht so viele Bigs“, sagte Sabally.

Dass ihre ältere Schwester Satou (28) ausgerechnet kurz nach ihrem Abschied aus New York zur Liberty gewechselt ist, war für Nyara Sabally keine Überraschung. „Ich wusste das schon. Sie hatte mir von den Gesprächen natürlich erzählt. Klar hätte ich mir gewünscht, mit Satou zusammenzuspielen. Aber so ist es jetzt nun mal. Für sie ist New York jetzt einfach passender und da freue ich mir für sie. Das ist eine super Franchise, bei der sie ihr Ding machen wird.“

Für Sabally und Toronto geht es in der Nacht zu Samstag bei den Washington Mystics los.