Was für eine irre Show von Anthony Davis!
Beim 117:112-Sieg der Los Angeles Lakers bei den Golden State Warriors war der 30-Jährige der überragende Akteur auf dem Parkett. Mit 30 Punkten kürte er sich zum Topscorer der Partie und steuerte noch überragende 23 (!) Rebounds sowie vier Blocks zum Erfolg bei.
Seit der statistischen Erfassung von Blocks in der NBA (1973/74) kamen erst zwei Spieler in einem Playoff-Spiel auf mindestens 30 Punkte, 20 Rebounds, fünf Assists und vier Blocks: Tim Duncan und eben Davis.
Davis lieferte aber nicht nur eine historische Show ab, ihm unterlief auch ein kurioses Missgeschick. Beim Stand von 73:71 für sein Team warf er den Ball in den eigenen Korb.
Vorausgegangen war ein Wurf von Warriors-Star Stephen Curry, der nur an den Ring ging. Beim Kampf um den Rebound mit Kevon Looney bugsierte AD den Ball in den eigenen Korb.
Da es in der NBA so etwas wie Eigenkörbe nicht gibt, wurden die beiden Punkte offiziell Looney gutgeschrieben. Der Fail sorgte für viele Lacher im Netz. Auch Davis selbst musste über sein Missgeschick schmunzeln.
Lakers-Coach Darvin Ham zeigte sich nach dem Match jedoch nicht sonderlich überrascht von der Gala seines Forwards. „Er hat wie der Top-5-Spieler performt, der er ist“, kommentierte er Davis‘ Leistung nach dem Spiel auf der Pressekonferenz.
Damit stellte Davis auch die beiden Superstars LeBron James und Steph Curry in den Schatten. Lakers-Teamkollege James steuerte 22 Punkte und sechs Rebounds zum Sieg bei. Curry versuchte, mit 25 Punkten und sechs Rebounds dagegenzuhalten.
Bei Davis‘ Dominanz unter dem Korb konnte hingegen nur GSW-Forward Kevon Looney mithalten, der ebenfalls auf starke 23 Rebounds kam. Allerdings gelangen ihm lediglich zehn Punkte, womit er deutlich zu Davis abfiel.
Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder erzielte in 31 Minuten im Chase Center von San Francisco gute 19 Punkte. Damit führen die Lakers nun in der Serie mit 1:0.
Auch Hartenstein feiert einen Sieg
Auch für den zweiten Deutschen, der an diesem Abend im Einsatz war, gab es einen Erfolg zu feiern. Isaiah Hartenstein und seine New York Knicks gewannen 111:105 gegen Miami Heat und stellten in der Serie damit auf 1:1.
Im New Yorker Madison Square Garden steuerte Hartenstein drei Punkte und neun Rebounds bei. Jalen Brunson war mit 30 Zählern bester Werfer, für Miami erbeutete Caleb Martin 22 Zähler.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)